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UEFA hält an Fan-Konzept fest - 800 Karten-Rückläufer aus München

09:30
22.09.2020
Die UEFA hält an ihrem Zuschauer-Konzept für den Supercup zwischen dem FC Bayern München und dem FC Sevilla fest. Das Pilotprojekt zur Fan-Rückkehr werde trotz der Kritik aus Deutschland unverändert fortgesetzt, hieß es von der Europäischen Fußball-Union am Dienstag auf Anfrage. Am Donnerstag soll die rund 67 000 Zuschauer fassende Puskás Arena in Budapest zu 30 Prozent ausgelastet sein, obwohl die ungarische Hauptstadt ein Corona-Risikogebiet ist.

Allerdings werden weit weniger Bayern-Fans nach Ungarn reisen als anfangs gedacht. Rund 800 Tickets wurden aus München an die UEFA bereits zurückgegeben. Der Verband hatte eine kostenfreie Stornierung erlaubt. 2100 Karten standen den Bayern-Anhängern zur Verfügung. Die UEFA rechnete am Dienstag mit weiteren Ticket-Rückläufern. Diese Karten würden nicht neu vergeben werden. Aus Sevilla lagen der UEFA ohnehin nur etwas weniger als 350 Ticket-Anfragen vor.

Max Seidenfaden

Corona drückt auf Löhne in den unteren Einkommensgruppen

09:18
22.09.2020
 Die Corona-Krise hat vor allem in den unteren Einkommensgruppen auf die Brutto-Entgelte gedrückt. Die Nominallöhne lagen im zweiten Quartal des Jahres 4,0 Prozent niedriger als ein Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag berichtete. Da gleichzeitig die Verbraucherpreise um 0,8 Prozent gestiegen sind, betrug der reale Lohnrückgang sogar 4,7 Prozent. Stärkere Rückgänge hat es seit Beginn der Statistik im Jahr 2007 noch nie gegeben.

In den Berechnungen ist allerdings das Kurzarbeitergeld nicht erfasst, das für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer die Einkommensverluste mindestens teilweise ausgeglichen hat.

In den unteren Lohngruppen für ungelernte Arbeitnehmer gingen die bezahlten Arbeitsstunden in der Jahresfrist überdurchschnittlich um 9,8 Prozent zurück, die vom Arbeitgeber bezahlten Löhne sanken um 7,4 Prozent. Für Menschen in leitender Stellung verringerte sich die Arbeitszeit im Schnitt nur um 3,0 Prozent und die Entgelte sanken nur um durchschnittlich 2,0 Prozent.

Max Seidenfaden

Iranischer Corona-Beauftragter warnt vor „dritter Welle“

09:01
22.09.2020
Im Iran hat der Corona-Beauftragte der Regierung vor einer „dritten Welle“ der Pandemie gewarnt. „Die Statistiken zeigen, dass wir möglicherweise schon bald die dritte Corona-Welle erleben werden,“ sagte Aliresa Sali am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Ilna. Die nächste Stufe könnte weitaus schlimmer werden als die ersten beiden Phasen, sagte der Neurologe. Wenn immer mehr Infizierte in Krankenhäuser eingewiesen werden müssten, werde dies zu einem kritischen Engpass führen.

Sali fordert drastische Einschränkungen, besonders in der Hauptstadt Teheran mit ihren mehr als 13 Millionen Einwohnern. Dies lehnt Präsident Hassan Ruhani ab. Seit einigen Tagen steigt die Zahl der Neuinfektionen im Iran wieder drastisch. Vergangene Woche starben täglich zwischen 150 bis 180 Menschen an dem Virus. Bis zu 3300 Neuinfektionen wurden registriert. Seit Ende Februar starben im Iran bereits mehr als 24 000 Menschen.

Sarah Haferkamp

Aula statt Rathaus: Friedensnobelpreis-Zeremonie wegen Corona verlegt

08:50
22.09.2020
Der Friedensnobelpreis wird in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie nicht wie üblich auf einer feierlichen Zeremonie im Rathaus von Oslo überreicht. Stattdessen wird es eine deutlich kleinere Zeremonie mit begrenzter Teilnehmerzahl in der Aula der Universität der norwegischen Hauptstadt geben, wie das norwegische Nobelinstitut am Dienstag mitteilte. Der oder die Preisträger werden dann vor Ort sein oder digital zugeschaltet werden.

Am traditionellen Zeitpunkt der Preisverleihung, dem Todestag von Preisstifter Alfred Nobel am 10. Dezember, wird sich dagegen nichts ändern. Das übliche Bankett und ein Konzert zu Ehren des Preisträgers fallen jedoch aus. Die Aula wurde bereits von 1947 bis 1989 für die Vergabe des Friedensnobelpreises genutzt. Seitdem wurde die Auszeichnung im Osloer Rathaus überreicht.

Die diesjährigen Nobelpreisträger werden in zwei Wochen in Stockholm und Oslo bekanntgegeben - der Friedenspreis am 9. Oktober. Alle Preise werden wie üblich am 10. Dezember in Stockholm überreicht, nur der Friedensnobelpreisträger wird in Oslo geehrt.

Max Seidenfaden