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20200921194931

Bundesregierung mahnt zu „höchster Achtsamkeit“ in Corona-Lage

20:48
21.09.2020
Die Bundesregierung hat angesichts steigender Corona-Infektionszahlen zu „höchster Achtsamkeit“ aufgerufen. „Es kommt aktuell vermehrt zu Ansteckungen und Übertragungen innerhalb Deutschlands“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag in Berlin. Politik und Bürger hätten es nun in der Hand, „ob sich die Infektionszahlen wieder unkontrolliert ausbreiten“. Deutschland sei „in einer Phase der Pandemie, in der sich entscheiden wird, wie wir in diese Winter- und Herbstmonate hineingehen“. Zugleich gebe es in Nachbarländern teils noch ein deutlich höheres Infektionsgeschehen.

Seibert betonte nach Beratungen des Corona-Kabinetts der zuständigen Minister mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU), dass neben dem Einhalten von Hygienevorgaben „große Vorsicht“ bei weiteren Öffnungsschritten angebracht sei. Ziel bleibe es, Infektionsketten nachvollziehen und unterbrechen zu können. Dabei sei klar, dass dies ab einer gewissen Zahl täglicher Infektionen kaum noch oder nicht mehr zu leisten sei. Eine vorgesehene neu ausgerichtete Strategie für Corona-Tests im Herbst und Winter solle bis 15. Oktober umsetzungsbereit sein.

Max Seidenfaden

Spahn: Deutschland ist im Kampf gegen das Virus besser gerüstet

19:48
21.09.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hält Deutschland im Kampf gegen das Coronavirus für besser gerüstet als noch im Frühjahr. „Wir wissen zum Beispiel besser, wie wir die Intensivkapazitäten in den Kliniken genauer, zielgenauer auch steuern können“, sagte der CDU-Politiker am Montagabend in einem ARD-„Extra“. Die Medizin wisse besser, welche Behandlungsmethoden sinnvoll seien. Zudem habe man auch mehr Testkapazitäten und mehr Schutzausrüstung für betroffenes Personal. „Wir sind nochmal deutlich besser gerüstet, als wir es im Frühjahr waren.“

Spahn warb dafür, den Herbst- oder Winterurlaub in Deutschland zu verbringen. „Wir haben gesehen, mit dem Winterurlaub - Stichwort Ischgl - und jetzt nochmal in den Sommerferien, dass mit dem Reisen, mit der Mobilität auch zusätzliche Infektionsrisiken entstehen.“ Bayern kämpfe bis heute auch mit den Infektionsherden, die sich daraus ergaben. „Ich denke man kann auch in Deutschland einen schönen Urlaub verbringen“, sagte Spahn.