Die Corona-Pandemie hat viele Heiratspläne vorerst platzen lassen. Das zeigt sich nun auch in der offiziellen Ehe-Statistik. In den ersten sechs Monaten wurden demnach bundesweit 139.900 Ehen geschlossen, 29.200 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden unter Berufung auf vorläufige Ergebnisse mitteilte. Mitte März hatten Bund und Länder strenge Auflagen verhängt, um die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Viele Standesämter schlossen vorübergehend ganz, andere schränkten ihre Dienste ein.
Die Zahl der neu geschlossenen Ehen sank aber nicht ganz auf einen historischen Tiefstand. Einmal wurden seit der Wiedervereinigung in einem ersten Halbjahr noch weniger Ehen geschlossen: 2007, als viele Paare den Juli und damit das Hochzeitsdatum 7.7.2007 ansteuerten. Damals heirateten im ersten Halbjahr nur 138.800 Paare.
Max Seidenfaden