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20200921044729

922 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

04:16
21.09.2020
Erwartungsgemäß hat das Robert Koch-Institut am Montag eine vergleichsweise niedrige Zahl an neuen Corona-Infektionen gemeldet. Demnach hatten die Gesundheitsämter binnen eines Tages 922 Fälle übermittelt, wie das RKI bekanntgab. An Sonntagen wie auch an Montagen sind die gemeldeten Fallzahlen erfahrungsgemäß meist niedriger, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten an das RKI melden.

Am Samstag war mit 2297 neuen Corona-Infektionen der höchste Wert seit April erreicht worden. „Nach einer vorübergehenden Stabilisierung der Fallzahlen auf einem erhöhten Niveau ist aktuell ein weiterer Anstieg der Übertragungen in der Bevölkerung in Deutschland zu beobachten“, schrieb das RKI in seinem Lagebericht vom Sonntag.

Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Ende März/Anfang April bei mehr als 6000 gelegen. Die Zahl war dann in der Tendenz gesunken und im Juli wieder gestiegen. Im August lag die Zahl der Fälle dann einmal bei knapp über 2000 (2034). Die Zahl der erkannten Neuinfektionen ist auch davon abhängig, wie viele Menschen getestet werden.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach den Zahlen des RKI mindestens 272 337 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Datenstand 21.9., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben wie am Vortag bei 9386. Rund 242 200 Menschen hatten die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Patrick Reichelt

IG Metall: Konzerne nutzen Corona-Krise für Kahlschlag

04:10
21.09.2020
IG-Metall-Chef Jörg Hofmann hat Industriekonzernen vorgeworfen, die Corona-Krise als Vorwand für massiven Stellenabbau zu nehmen. „Eine Reihe Arbeitgeber nutzt die Krise, um in Deutschland zum Kahlschlag anzusetzen und Arbeit in Billiglohnländer zu verlagern“, sagte er der „Süddeutschen Zeitung“ (Montag). „Wenn manche Betriebe gleichzeitig Liquiditätshilfen oder andere steuerfinanzierte Stützungen in Anspruch nehmen, ist dies skandalös.“

Je länger der Krisenverlauf, umso mehr entwickele sich Druck auf Beschäftigung, so Hofmann. „Diesen Unternehmen muss aber klar sein: Sie gefährden ihre eigene Zukunftsfähigkeit.“ Die Unternehmen stünden mit Dekarbonisierung und Digitalisierung vor großen Aufgaben. Dafür brauchten sie Investitionen in Forschung und Entwicklung, vor allem aber auch in gut ausgebildete Fachkräfte.

Patrick Reichelt