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20200919145202

Umfrage: Online-Lehre in Corona-Pandemie belastet Studierende

12:56
19.09.2020
Die coronabedingten Online-Vorlesungen und -Seminare empfinden 80 Prozent der niedersächsischen Studierenden laut einer Umfrage als psychisch belastend. Zudem stellten 70 Prozent eine höhere Arbeitsbelastung aufgrund der Online-Lehre fest, wie die Landesastenkonferenz in Lüneburg mitteilte. In ihr sind die Allgemeinen Studierendenausschüsse der niedersächsischen Hochschulen organisiert. An der Umfrage beteiligten sich 1901 Studierende aus verschiedenen Universitäten wie Braunschweig, Göttingen, Hannover, Lüneburg und Oldenburg. Unter ihnen waren rund 15 Prozent Ingenieurwissenschaftler, 20 Prozent Sozialwissenschaftler sowie 15 Prozent Lehramtsstudierende.

Die Landesastenkonferenz hofft, dass aus den Erfahrungen des Sommersemesters 2020 Schlüsse gezogen werden. Bereits seit April fordern die Studierendenvertreter ein „Solidarsemester“ - ein Semester solle aufgrund der Pandemie für alle nicht angerechnet werden. Damit wäre es möglich, weiterhin Bafög zu beziehen, wenn die Studienzeit wegen Corona verlängert werden müsse. Außerdem fordert die Landesastenkonferenz mehr finanzielle Unterstützung, da viele Studierendenjobs coronabedingt weggefallen seien. Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Baden-Württemberg haben die Regelstudienzeit bereits um ein Semester für alle Studierende verlängert.

Jan-Felix Jasch

Paul-Ehrlich-Institut: Impfstoff-Zulassung Ende 2020 oder Anfang 2021

14:05
19.09.2020
Das Paul-Ehrlich-Institut rechnet weiterhin mit einer Zulassung von Corona-Impfstoffen für Ende 2020 oder Anfang 2021. Derzeit befänden sich neun Impfstoff-Kandidaten in der abschließenden klinischen Phase III, sagte Instituts-Chef Klaus Cichutek den Sendern RTL und ntv. Zwar sei der Zeitpunkt Spekulation, „aber rechnen wir mal Ende diesen Jahres, mit Beginn des nächsten Jahres mit den ersten Zulassungen.“ Diese Einschätzung vertritt das Paul-Ehrlich-Institut - das deutsche Bundesinstitut für Impfstoffe - unverändert seit längerer Zeit.

Auch bei einer Zulassung von Impfstoffen zu diesem Zeitpunkt werde es noch mehrere Monate dauern, bis in Deutschland ein Impfstoff flächendeckend zu Verfügung stehe. Dann sei es Aufgabe des Robert Koch-Instituts, für Deutschland zu entscheiden, welche Bevölkerungsgruppen zuerst geimpft werden sollten. „Ich nehme an, dass noch einige Monate im nächsten Jahr ins Land gehen, bis wir von flächendeckender Verfügbarkeit reden. Weltweit kann das den größten Teil des nächsten Jahres, wenn nicht das gesamte nächste Jahr in Anspruch nehmen“, sagte Cichutek.

Jan-Felix Jasch