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Strengere Regeln bei Alkohol und Feiern in Nizza wegen Corona-Lage

12:11
18.09.2020
Nizza hat als dritte französische Stadt im Kampf gegen das Coronavirus strengere Regeln verhängt. So sind öffentliche Veranstaltungen künftig auf 1000 Personen beschränkt, Versammlungen von mehr als zehn Personen am Strand oder in Parks sind verboten, wie der zuständige Präfekt Bernard Gonzalez am Freitag ankündigte. Frankreichs Regierung hatte Nizza und Lyon zuvor wegen der verschärften Corona-Lage aufgefordert, die Maßnahmen zu verschärfen. Marseille und Bordeaux hatten Anfang der Woche bereits ähnliche Regeln eingeführt.

In Nizza seien der Verkauf von Alkohol zum Mitnehmen und der Konsum auf öffentlichen Plätzen ab 20.00 Uhr verboten, so der Präfekt weiter. Lokale mit Alkoholausschank müssen in der Stadt an der Côte d'Azur außerdem um 00.30 Uhr schließen.

Städte wie Paris, Lille oder Toulouse beobachte man aufmerksam, hatte der Gesundheitsminister Olivier Véran am Donnerstag erklärt. Noch seien dort die kritischen Schwellenwerte nicht erreicht.

Frankreich hatte im Frühjahr auf landesweit einheitliche Maßnahmen gesetzt und im ganzen Land strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Derzeit setzt die Regierung eher auf regionale Lösungen und nimmt die örtlichen Behörden in die Pflicht.

Patrick Reichelt

Corona-Lockdown in Israel begonnen

11:14
18.09.2020
In Israel hat am Freitag der zweite landesweite Corona-Lockdown offiziell begonnen. Die Menschen in dem Land müssen sich in den kommenden drei Wochen erneut auf starke Einschränkungen einstellen. Die Maßnahme soll die Zahl der Corona-Fälle in dem Land eindämmen - die täglichen Neuinfektionen waren zuletzt wiederholt auf Rekordwerte gestiegen. Experten hatten im Sommer unter anderem kritisiert, Lockerungen seien verfrüht vorgenommen worden. Die Opposition kritisiert den Kurs der Regierung scharf und wirft ihr Versagen vor. Die Krise hat der Wirtschaft des Landes bereits schwer zugesetzt.

Während des Lockdowns sollen Schulen und Kindergärten geschlossen bleiben. Auch Hotels, Einkaufszentren sowie Freizeiteinrichtungen müssen schließen. Restaurants dürfen Essen nur noch für Lieferungen außer Haus verkaufen. Lebensmitteleinkäufe und Arztbesuche sind weiter erlaubt. Die Menschen dürfen sich nur in Ausnahmefällen weiter als 1000 Meter von ihrem Zuhause entfernen. Unklar blieb, inwiefern die Bevölkerung den Regeln Folge leistet. In den Lockdown-Zeitraum fallen wichtige jüdische Feiertage wie Rosch Haschana und Jom Kippur.

Jan-Felix Jasch