Letztes Update:
20200917091208

UEFA berät über Corona-Auswirkungen auf Supercup-Spielort Budapest

08:39
17.09.2020
Nach der Einstufung des Spielortes Budapest als Risikogebiet prüft die Europäische Fußball-Union die Auswirkungen auf die Supercup-Partie zwischen dem FC Bayern und dem FC Sevilla. Nach dpa-Informationen berät die UEFA am Donnerstag. Das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) hatte Budapest am Mittwochabend in die Liste der für touristische Reisen zu stark von der Corona-Pandemie betroffenen Gebiete aufgenommen. Entsprechend wurde eine Reisewarnung ausgesprochen.

Die UEFA hatte geplant, das Spiel des deutschen Triple-Gewinners gegen den Europa-League-Sieger am 24. September vor Zuschauern auszutragen. In die Puskás Arena sollten bis zu 30 Prozent der Stadionkapazität von 67.000 Menschen eingelassen werden. Der FC Bayern wurde von der RKI-Nachricht ebenso überrascht. Rund 3000 Tickets stehen dem Champions-League-Sieger für Fans zur Verfügung. Der Verein hat sogar im Vorfeld des Spiels eine Möglichkeit für kostenlose Corona-Tests der mitreisenden Anhänger organisiert. Wie jetzt weiter verfahren wird, ist offen.

Zentrales Kriterium für die Einstufung als Risikogebiet ist, in welchen Staaten oder Regionen es in den vergangenen sieben Tagen mehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner gegeben hat.

Auch Ungarn hatte aus Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Corona-Virus bereits seine Schutzvorkehrungen verstärkt. Bereits am 1. September war eine Grenzsperre für Ausländer in Kraft getreten: Ausnahmen gelten für Diplomaten und Geschäftsreisende. In Ungarn ist die Zahl der Infektionen mit dem Virus Sars-CoV-2 kräftig gestiegen.

Stefanie Heitmann

Johnson: Nachbarn in Corona-Zeiten nur bei wilden Partys anzeigen

08:15
17.09.2020
Die Briten sollten aus Sicht ihres Premiers Boris Johnson ihre Nachbarn nur bei ausschweifenden Partys wegen Missachtung von Corona-Regeln anzeigen. „Ich selbst war nie ein Fan von Schnüffeleien“, sagte Johnson der Zeitung „The Sun“ (Donnerstag). Die Menschen sollten ihre Nachbarn lieber direkt auf solche Verstöße hinweisen. Weil die Zahl der Corona-Infektionen rapide ansteigt, gelten erneut strengere Regeln: So dürfen sich in England seit dieser Woche nur noch sechs Menschen miteinander treffen.

„Wenn eine riesige "Animal House"-Party stattfindet, mit Whirlpools und so, und das eine ernsthafte Gefahr für die öffentliche Gesundheit ist, dann sollten die Behörden davon wissen“, sagte Johnson in Anspielung auf die College-Party-Komödie „Animal House“ aus den 70er Jahren.

Innenministerin Priti Patel hatte zuvor in einem Interview dem Sender BBC gesagt, sie würde im Zweifelsfall ihre Nachbarn anzeigen. Selbst zwei vierköpfige Familien, die sich auf der Straße unterhielten, seien ein Verstoß gegen die geltende „Rule of Six“ (deutsch: „Sechserregel“).

Stefanie Heitmann