EU-Justizkommissar Didier Reynders hat ein einheitlicheres Vorgehen der EU bei Corona-Reisebeschränkungen gefordert. „Wir können uns unkoordinierte Einschränkungen der grenzüberschreitenden Mobilität nicht länger erlauben“, sagte er am Dienstag im Europäischen Parlament in Brüssel. Alle eingeführten Maßnahmen müssten zudem verhältnismäßig und nicht diskriminierend sein.
Reynders forderte neben einheitlichen Kriterien für Corona-Einschränkungen einen koordinierten Umgang mit Reisenden aus Risikogebieten. Staaten müssten sich zudem gegenseitig rechtzeitig informieren, sollten sie Beschränkungen vornehmen. Auch in Bezug auf Testkapazitäten sollten die Mitgliedsstaaten mehr Informationen austauschen - etwa wie viele Tests auf 100 000 Einwohner in einer Woche durchgeführt wurden.
Die EU-Kommission hatte den Staaten Anfang September entsprechende Vorschläge vorgelegt, über die die Mitgliedsländer derzeit verhandeln.
Michael Rabba