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Spielzeiteröffnung: Persönliche Gespräche mit Virologe Drosten

12:27
15.09.2020
Wer schon immer eine Frage an den Virologen Christian Drosten stellen wollte, hat jetzt dazu Gelegenheit: Mit einem „Markt für nützliches Wissen und Nicht-Wissen“ eröffnet die Hamburger Kulturfabrik Kampnagel am 25. und 26. September die neue Spielzeit. Dabei werden Gespräche mit 74 Experten und Expertinnen ermöglicht - vom Virologen Christian Drosten über eine Schamanin, Pflegende und eine Schülerin, die zum Thema Corona befragt werden können. In dem von der Kuratorin Hannah Hurtzig entwickelten Format kommen Besucher und Experten in persönlichen Gesprächen zusammen, die das Publikum von der Tribüne aus per Kopfhörer mitverfolgen kann.

Im Kampnagel-Foyer liefert die Installation „Para Social“ von Christoph Faulhaber einen künstlerischen Kommentar auf die Abstandsregeln. Er füllt den Raum mit etwa 30 drei Meter hohen, bunten Plastikkugeln und bringt damit das Gebot des „Physical Distancing“ auf eine sinnliche Ebene.

Ina Schulze

Karliczek: Corona-Impfstoff für viele erst Mitte nächsten Jahres

11:37
15.09.2020
Bundesforschungsministerin Anja Karliczek (CDU) geht weiterhin davon aus, dass es erst im kommenden Jahr einen Corona-Impfstoff für große Teile der Bevölkerung geben wird. Absolute Priorität habe die Sicherheit. Ein Impfstoff könne nur zur Anwendung kommen, wenn der Nutzen höher sei als die Risiken, sagte sie am Dienstag in Berlin. „Von dieser Linie werden wir in Deutschland und Europa nicht abweichen.“ Nach wie vor müsse man sich darauf einstellen, dass es erst Mitte nächsten Jahres einen Impfstoff für breite Teile der Bevölkerung geben werde.

Neben dem Tübinger Biotechunternehmen Curevac soll die Mainzer Firma Biontech Forschungsgelder in dreistelliger Millionenhöhe für die Corona-Impfstoffentwicklung erhalten, wie Karliczek am Dienstag mitteilte. Davon sollen 252 Millionen Euro an Curevac gehen. Das war bereits Anfang September bekanntgeworden. Daneben soll Biontech 375 Millionen erhalten. Mit beiden Unternehmen seien die Verhandlungen über die Förderung nun abgeschlossen, sagte Karliczek.

Für die beschleunigte Erforschung von Corona-Impfstoffen hatte das Bundesforschungsministerium ein Sonderprogramm mit einem Fördertopf von 750 Millionen Euro gestartet. Das dritte Unternehmen, das mit diesem Programm gefördert werden soll, ist nach Karliczeks Angaben die Firma IDT Biologika aus Dessau-Roßlau. Dort seien die Fördergespräche noch nicht ganz abgeschlossen.

Laut Weltgesundheitsorganisation wird weltweit in rund 170 Projekten nach einem Impfstoff gesucht. Bei 26 Projekten laufen demnach bereits Testimpfungen. In Russland wurde schon im August bereits vor Abschluss wichtiger Tests der erste Impfstoff für eine breite Anwendung in der Bevölkerung freigegeben - was international kritisiert wurde. 

Ina Schulze

Versicherer: Corona könnte Zahl der Einbrüche auf Allzeittief drücken

08:55
15.09.2020
Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Deutschland könnte nach Beobachtung der Versicherungsbranche wegen der Corona-Pandemie auf ein Allzeittief sinken. „Die Entwicklung des ersten Halbjahrs deutet darauf hin, dass wir die niedrigsten Einbruchzahlen seit Beginn unserer Statistik 1981 sehen werden“, teilte Jörg Asmussen, Geschäftsführer des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), der Deutschen Presse-Agentur mit.

„Hauptgrund dürfte Corona sein“, erklärte er. Viele Menschen seien wegen Homeoffice oder Kurzarbeit zu Hause gewesen und hätten ihren Urlaub daheim verbracht. Zugleich schränkte Asmussen ein: „Allerdings steht die Hochsaison der Einbrecher mit der dunklen Jahreszeit noch bevor. Wer sich noch nicht mit guter Sicherheitstechnik schützt, sollte es jetzt tun.“ Nahezu jeder zweite Einbruchversuch scheitere, weil Täter nicht schnell genug in die Wohnung gelangten.

Die Zahl der versuchten und vollendeten Wohnungseinbrüche war in den Jahren 2008 bis 2015 kontinuierlich nach oben gegangen und hatte ein besorgniserregendes Niveau erreicht. Der Höhepunkt lag schließlich bei insgesamt 167.136 in der Kriminalstatistik registrierten Fällen. Im Jahr 2016 gab es dann erstmals wieder einen Rückgang, der sich danach fortsetzte.

Für 2019 erfasste die Kriminalstatistik bundesweit noch 87.145 Delikte dieser Art. Die Versicherer zählten für dasselbe Jahr 95.000 Wohnungseinbrüche und Schäden von rund 300 Millionen Euro.