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Staatsanwaltschaft ermittelt gegen „Superspreaderin“ von Garmisch

13:08
14.09.2020
Nach einem schweren Corona-Ausbruch in Garmisch-Partenkirchen ermittelt die Staatsanwaltschaft München gegen eine mutmaßliche „Superspreaderin“. Dabei gehe es um den Verdacht der fahrlässigen Körperverletzung, sagte Oberstaatsanwältin Andrea Mayer am Montag. „Was im Raum steht, ist ein mögliche Verletzung der Quarantänevorschriften.“ Der „Münchner Merkur“ hatte zuerst darüber berichtet.

Eine 26-jährige US-Amerikanerin, die in Garmisch-Partenkirchen lebt, soll trotz Krankheitsanzeichen durch verschiedene Kneipen gezogen sein und dabei mehrere Menschen angesteckt haben. Nach Angaben des Landratsamts hatte sich testen lassen. Bis zum Ergebnis hätte sie in Quarantäne bleiben müssen. Die Anklagebehörde geht davon aus, dass deutsches Recht gilt.

Die Frau arbeitete in einem Hotel für US-Streitkräfte und deren Familien. Die Ferienunterkunft wurde am Montag für zwei Wochen geschlossen, nachdem mehrere Beschäftigte positiv getestet wurden, wie das Hotel auf seiner mitteilte.

Patricia Friedek

36 Schüler an Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg mit Corona infiziert

12:41
14.09.2020
An der Heinrich-Hertz-Schule in Hamburg-Winterhude haben sich mittlerweile 36 Schüler und drei Schulbeschäftigte mit dem Corona-Virus infiziert. Damit habe sich die Zahl der Corona-Fälle an der Stadtteilschule im Vergleich zur Vorwoche um zehn erhöht, sagte der Sprecher der Schulbehörde, Peter Albrecht, am Montag.

Insgesamt seien rund 400 Schüler und 200 Schulbeschäftigte auf das Virus getestet worden. Vier Klassen hätten die Quarantäne inzwischen verlassen können, weitere zwölf befinden sich weiterhin in einer präventiven Quarantäne. Es handelt sich um den bislang größten Corona-Ausbruch an einer Hamburger Schule.

Laut Auskunft des zuständigen Gesundheitsamtes Hamburg-Nord ist es außerhalb des schulischen Kontextes zu einer Reihe von Infektionen gekommen. In einer Klasse deute aber vieles auf eine Infektionskette innerhalb der Schule hin, sagte Albrecht. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse gelte an der Schule weiterhin eine Maskenpflicht - auch im Unterricht.

Patricia Friedek

Tschechien lockert Quarantäneregeln trotz steigender Corona-Zahlen

12:46
14.09.2020
Trotz steigender Corona-Fallzahlen lockert Tschechien seine Quarantänebestimmungen. Wer mit einem Infizierten in Kontakt gekommen ist und keine Symptome zeigt, muss nicht mehr automatisch in häusliche Isolierung, wenn beide Seiten einen Mundschutz getragen haben. Diese Kontaktpersonen müssten vom Dienstag an nur noch ihren Gesundheitszustand beobachten, gab Gesundheitsminister Adam Vojtech am Montag bekannt. Ausgenommen von der Quarantäne-Pflicht für Kontaktpersonen werden zudem Menschen, die in den letzten 90 Tagen eine Covid-Erkrankung überstanden haben. Sie hätten eine Immunität aufgebaut, hieß es zur Begründung.

Patricia Friedek