Letztes Update:
20200914161716

100 Schüler der Neuen Oberschule in Bremen-Gröpelingen in Quarantäne

12:28
14.09.2020

Wegen des Besuchs einer externen Person in einer Kohorte in der Neuen Oberschule in Bremen-Gröpelingen müssen 100 Schüler in Quarantäne. Die Person wurde positiv auf das Coronavirus getestet, schrieb Buten un Binnen am Montag auf seiner Internetseite. "Dieses Mal war weder ein Schüler noch ein Lehrer betroffen", sagte Lukas Fuhrmann, Sprecher des Gesundheitsressorts demnach zu Buten un Binnen. Die Schüler müssten trotzdem vorsorglich in Quarantäne. Die Gesundheitsbehörde prüfe nun, in welche Kategorie die Schüler sortiert werden.

Demnach müssen Schüler, die zur Kategorie 1 gehören - also engen Kontakt zum Infizierten hatten - 14 Tage in Quarantäne. Das Ordnungsamt sei über die Menschen in dieser Kategorie informiert und kontrolliere die Quarantäne. Die Schüler, die zur Kategorie 2 gezählt werden, dürfen die Schule sofort wieder besuchen, denn sie hatten keinen engen Kontakt zu der positiv-getesteten Person.



Patricia Friedek

Polizei beendet Feier in Auricher Lokal wegen Corona-Verstößen

11:55
14.09.2020
Die Polizei hat das Zusammensein von mindestens 90 Gästen in einem Lokal in Aurich wegen Verstößen gegen die Corona-Verordnung beendet. Wie die Beamten am Montag mitteilten, hielt sich der Großteil der feiernden Frauen und Männer in der Nacht zu Sonntag nicht an den Mindestabstand, Personal trug keine Maske. Zeugen alarmierten die Polizei und berichteten, in dem Lokal werde ausgelassen getanzt.

Als die Beamten eintrafen waren rund 90 Menschen in und vor dem Lokal, die Betreiberin konnte kein Hygienekonzept vorlegen. Die Ermittler gehen davon aus, dass vor dem Eintreffen der Polizei weit aus mehr Gäste dort waren. Die Beamten nahmen für die weiteren Ermittlungen die Personalien der Anwesenden auf.

Gegen die Betreiberin wird wegen des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz ermittelt. Der Polizei zufolge hatte es in dem Lokal schon früher Verstöße gegen die Corona-Verordnung gegeben.

Erstes Halbjahr: Kommunen haben Defizit von 1,5 Milliarden Euro

11:24
14.09.2020
Die niedersächsischen Kommunen müssen mit einem Finanzierungsdefizit von 1,5 Milliarden Euro im ersten Halbjahr dieses Jahres rechnen. Die Ursache seien gesunkene Einnahmen bei gestiegenen Ausgaben, teilte das Landesamt für Statistik Niedersachsen am Montag mit. Die Auszahlungen stiegen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 6,4 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro, während die kommunalen Steuereinnahmen um 11,2 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zurückgingen. Das Aufkommen aus Gewerbesteuer lag der Behörde zufolge im ersten Halbjahr 2020 mit 1,8 Milliarden Euro sogar um 21,6 Prozent unter dem Aufkommen des Vorjahreszeitraums.

Basis der Berechnungen sind die sogenannten bereinigten Ein- und Auszahlungen, bei denen die Geldflüsse zwischen Gemeinden und Gemeindeverbänden nicht enthalten sind. In den vergangenen Jahren hatten die niedersächsischen Städte und Gemeinden noch Finanzierungsüberschüsse erzielt.

Die kommunalen Schulden stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 6,5 Prozent auf 13,1 Milliarden Euro, wie das Statistische Landesamt weiter mitteilte. Dabei erhöhten sich die Wertpapierschulden sowie Kredite um 4,8 Prozent auf 10,8 Milliarden Euro und die Kassenkredite um 14,9 Prozent auf 2,3 Milliarden Euro (Stand 30. Juni 2020). Niedersachsen stellt sich wegen der Corona-Krise auf einen drastischen Einbruch der Steuereinnahmen ein. Für dieses Jahr wird mit rund zehn Prozent weniger Einkünften gerechnet als vor Beginn der Pandemie geschätzt worden war. Das Land will die Städte und Gemeinden mit 1,1 Milliarden Euro unterstützen, um Ausfälle auszugleichen.

Patricia Friedek