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20200912175350
Kapitel

Samstag, 12. September

Britische Ärzte und Pfleger demonstrieren für mehr Geld

17:13
12.09.2020
Mehrere Hundert britische Ärzte und Pfleger haben im Zentrum von London am Samstag für mehr Gehalt demonstriert. Die Angestellten des chronisch unterfinanzierten, staatlichen Gesundheitsdienstes NHS fordern eine Lohnerhöhung von 15 Prozent. Viele von ihnen haben in den vergangenen Monaten an vorderster Front mit schwer erkrankten Covid-19-Patienten gearbeitet - oft nur unzureichend mit Schutzkleidung ausgestattet. „Wir können von unseren Löhnen nicht leben“, sagte ein Teilnehmer am Samstag dem Sender Sky News in London. „Und wir können aufgrund dieser Löhne auch keine Menschen für unseren Job begeistern.“ Dabei seien er und seine Kollegen es gewesen, die die Erkrankten der Nation behandelt hätten, während sich der Rest des Landes zuhause in Sicherheit brachte.

Zu Beginn ihres Protests gedachten die Mediziner und Pfleger ihren 640 NHS-Kollegen, die mit einer Corona-Infektion gestorben waren. Großbritannien ist mit mehreren Zehntausend Toten bislang das am schwersten von der Corona-Pandemie getroffene Land in Europa.

Patrick Reichelt

Hannovers Handballer spielen zum ersten Mal wieder vor Zuschauern

16:25
12.09.2020
Handball-Bundesligist TSV Hannover-Burgdorf hat zum ersten Mal seit sechs Monaten wieder ein Spiel vor Zuschauern bestritten. Den Test gegen den Zweitliga-Club VfL Lübeck-Schwartau sahen am Samstag gemäß der niedersächsischen Corona-Verordnungen 500 Fans in der Swiss-Life-Hall. Am Ende siegten die „Recken“ deutlich mit 35:23 (19:9). Die neue Bundesliga-Saison beginnt für den Club am 1. Oktober mit einem Heimspiel gegen GWD Minden.

Patrick Reichelt

Tests von aussichtsreichem Corona-Impfstoff nach Stopp fortgesetzt

15:34
12.09.2020
Nach dem kurzzeitigen Stopp der klinischen Prüfung sind die Tests zu einem aussichtsreichen Corona-Impfstoff-Kandidaten der Universität Oxford und des britisch-schwedischen Pharmakonzerns AstraZeneca in Großbritannien fortgesetzt worden. Man habe die Testreihe forgesetzt, nachdem die britische Gesundheitsbehörde erklärt habe, dass die Sicherheit gewährleistet sei, teilte AstraZeneca am Samstag mit. In anderen Ländern stehen die notwendigen Genehmigungen noch aus.

Rund eine Woche zuvor waren die Tests, die neben Großbritannien auch in den USA, Brasilien und weiteren Staaten stattfanden, weltweit gestoppt worden, nachdem ein Teilnehmer gesundheitliche Probleme gezeigt hatte. Das sei ein routinemäßiger Ablauf, der bei großen Testreihen immer wieder auftrete, teilte der Hersteller mit. Wie schon zuvor machte AstraZeneca auch am Samstag keine Angaben zur Erkrankung des Patienten.

Die Sicherheit der Testteilnehmer habe oberste Priorität, teilte das Unternehmen mit. Man arbeite daher überall mit den nationalen Behörden zusammen und setze die Tests nur fort, wenn diese dort als sicher freigegeben würden. Bei der Überprüfung geht es letztlich darum, festzustellen, ob die gesundheitlichen Probleme des Studienteilnehmers vom Impfstoff ausgelöst wurden.

Patrick Reichelt