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Rostock: Erstes Orchester in Deutschland startet im Normalbetrieb

07:18
10.09.2020
Unter dem Motto „Himmlischer Auftakt!“ startet die Norddeutsche Philharmonie Rostock am Sonntag in die neue Spielzeit. „Es ist das erste Orchester in Deutschland, das wieder einen normalen Konzertspielbetrieb aufnehmen kann“, sagte der Chefdirigent und Vorsitzende der Konferenz der Generalmusikdirektoren, Marcus Bosch. Für ihn sei das Konzert nach der corona-bedingten Auszeit „die Rückgabe meines musikalischen Lebens.“ Es werden das 1. Violinkonzert von Max Bruch (1838-1920) und die 4. Symphonie von Gustav Mahler (1860-1911) gespielt.

Dank eines neuen Hygienekonzepts, das zusammen mit dem Gesundheitsamt entwickelt wurde, sei es möglich, dass alle knapp 70 Musiker auf der Bühne Platz finden. Zu diesem Konzept, das in einem Pilotprojekt erstmals umgesetzt wird, gehören fest definierte Musikergruppen und regelmäßige Rachenabstriche. „Die Musiker werden keine Masken tragen“, sagte Bosch.

Max Seidenfaden

Hochrechnung: Wohl deutlich mehr Amerikaner hatten Corona als bekannt

06:07
10.09.2020
In den USA haben sich einer Hochrechnung zufolge zu Beginn der Corona-Pandemie wohl rund neun Mal so viele Menschen mit dem Virus infiziert als nach den offiziellen Statistiken bekannt. Im Zeitraum von etwa Mitte Januar bis Mitte April habe es im Land womöglich bereits rund sechseinhalb Millionen Fälle gegeben, schreiben die Wissenschaftler um Jade Benjamin-Chung und Sean Wu von der University of California in Berkeley im Fachjournal „Nature Communications“. Offizielle Statistiken geben für diesen Zeitraum 721 245 Fälle an. In den USA leben rund 330 Millionen Menschen.

Eine deutliche Dunkelziffer bei den Corona-Zahlen gibt es nach Experteneinschätzung auch in etlichen anderen Ländern, zum Beispiel auch in Indien und Brasilien. Die tatsächliche Lage spielen die Werte daher nur bedingt wider. Vergleiche zwischen Ländern nach den offiziellen Statistiken haben zudem nur eingeschränkt Aussagekraft.

Max Seidenfaden

Wirtschaft gegen Steuererhöhungen wegen Corona-Krise

05:42
10.09.2020
Vor der außerordentlichen Steuerschätzung hat sich die Wirtschaft gegen Steuererhöhungen wegen der Corona-Krise ausgesprochen. „Die Steuereinnahmen werden nur dann wieder spürbar ansteigen, wenn auch die wirtschaftliche Erholung an Fahrt gewinnt“, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, der Deutschen Presse-Agentur. Steuererhöhungen würden Liquidität und Investitionsfähigkeit der Unternehmen weiter schwächen. „Es wäre sehr kurz gesprungen, damit in den kommenden Jahren Löcher in den öffentlichen Kassen stopfen zu wollen“, mahnte Schweitzer.

Max Seidenfaden

Johns-Hopkins-Universität: Mehr als 190 000 Corona-Tote in den USA

05:09
10.09.2020
Seit Beginn der Corona-Pandemie sind Wissenschaftlern zufolge allein in den USA mehr als 190.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore vom Mittwoch (Ortszeit) hervor. Insgesamt verzeichneten die USA demnach mehr als 6,3 Millionen Infektionen.

Die Zahl der täglichen Neuansteckungen ist in den vergangenen Wochen deutlich zurückgegangen, lag zuletzt aber weiterhin bei mehr als 25.000. In absoluten Zahlen haben die USA weltweit die meisten Corona-Toten zu beklagen, nicht aber relativ zur Einwohnerzahl. In dieser Kategorie liegen die USA an siebter Stelle.

Wissenschaftler befürchten einem viel beachteten Modell zufolge bis zum Jahresende mehr als 410.000 Corona-Tote in den USA. Das geht aus dem Modell der Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle hervor, das in der Vergangenheit auch das Weiße Haus heranzog. Als Grund für den prognostizierten starken Anstieg führten die Experten geringere Vorsicht der Menschen in den USA sowie den Beginn der kalten Jahreszeit und der Grippesaison an.

Max Seidenfaden