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FIFA verschiebt WM-Qualifikation in Nord- und Mittelamerika

18:32
08.09.2020
Die WM-Qualifikation in Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik soll wegen der Coronavirus-Pandemie nun erst im März 2021 beginnen. Der Fußball-Weltverband FIFA und die Konföderation Concacaf verschoben am Dienstag den eigentlich für Oktober oder November 2020 geplanten Auftakt. In einer Mitteilung begründeten dies beide Verbände damit, dass viele Teile der Region weiterhin mit einer sehr herausfordernden Gesundheitssituation zu tun hätten. Die WM-Endrunde in Katar findet Ende 2022 statt.

Justiz braucht im Norden 200 zusätzliche Stellen bis 2024

17:42
08.09.2020
Die Gerichte und Staatsanwaltschaften in Schleswig-Holstein haben mittelfristig einen zusätzlichen Personalbedarf in Höhe von 200 Stellen. Das geht aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage des SPD-Justizpolitikers Thomas Rother hervor. „Mehr Geld für neue Stellen muss sich auch im Haushalt 2021 widerspiegeln“, sagte Rother am Dienstag. „Ansonsten sind massive Probleme in diesem Bereich vorprogrammiert.“ Zuvor hatte das „Flensburger Tageblatt“ (Dienstag) darüber berichtet.

Laut Justizministerium gibt es im Geschäftsbereich der ordentlichen Gerichtsbarkeit bis 2024 Bedarf an 150 zusätzlichen Stellen. „Neue Aufgaben und Projekte beziehungsweise die Einführung der e-Akte kommen als zusätzliche Belastungen hinzu“, heißt es in der Antwort des Ministeriums. Zudem werde aufgrund der nachhaltigen wirtschaftlichen Krise durch die Corona-Pandemie mit einem Anstieg von Insolvenzen und Zwangsversteigerungen sowie mit einem Anstieg von Zivil- und Zwangs-Vollstreckungsverfahren gerechnet.

Bei den Staatsanwaltschaften sind demnach bis 2024 zusätzliche 50 Stellen nötig. Auch dort sei angesichts neuer Aufgaben beispielsweise durch das Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität sowie der elektronischen Akte mit zusätzlichen Belastungen zu rechnen, hieß es.

„Die Abarbeitung der Fälle staut sich immer mehr“, sagte Rother. Dazu gehöre auch eine Erhöhung der Zahl der Ausbildungsplätze.

Patricia Friedek

Deutlicher Anstieg der Corona-Fälle in Großbritannien

17:23
08.09.2020
Derzeit stecken sich vor allem junge Menschen mit dem Virus an. Das erklärt auch den bislang niedrigen Anstieg der Todesfälle, da Covid-19 bei Jüngeren oft glimpflicher verläuft. „Töte nicht deine Oma, indem du dir das Coronavirus einfängst und sie ansteckst“, warnte Gesundheitsminister Matt Hancock im Sender BBC und appellierte an die Briten, Abstands- und Hygieneregeln weiter einzuhalten und sich nicht in größeren Gruppen zu versammeln.

Experten sehen die Zahlen mit Sorge und warnen vor einer zweiten Welle. „Die Menschen haben sich zu sehr entspannt“, sagte der britische Epidemiologe und Gesundheitsberater Jonathan Van-Tam der BBC. Auch ein Sprecher der Weltgesundheitsorganisation WHO sagte dem Sender Sky News, er rechne mit weiteren Spitzen der Fallzahlen in Großbritannien.

Zuletzt hatte die Regierung die steigende Zahl der Infektionen häufig mit der hohen Anzahl an Tests erklärt, die mittlerweile durchgeführt werden. Zuletzt waren es mehr als 175 000 pro Tag. So können mehr Infektionen tatsächlich als solche erkannt werden als noch im Frühjahr. Allerdings gab es zuletzt auch immer wieder Corona-Ausbrüche, etwa bei illegalen Partys, Fußballspielen oder in einer Schule.

Bei den Tests scheint zudem das Limit erreicht zu sein. Die für das Testmanagement zuständige Sarah Jane-Marsh sagte Sky News, die Labore hätten einen „kritischen Punkt“ und die Kapazitäten müssten dringend ausgebaut werden.

Auf die vergangenen sieben Tage gerechnet hat die Zahl der Fälle in Großbritannien die kritische Schwelle von 20 Fällen pro 100 000 Einwohner überstiegen. Für Einreisende aus Regionen mit einer höheren Infektionsrat verhängt die britische Regierung eine zweiwöchige Quarantäne. Gesundheitsminister Hancock wollte am Dienstag über neue Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionen informieren.

Patricia Friedek