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20200908161204

Corona-Wirbel bei Tour de France: Alle Fahrer negativ, Renndirektor positiv

16:12
08.09.2020
Ausgerechnet der mächtige Tour-de-France-Chef Christian Prudhomme, der die Fahrer immer wieder eindringlich zur Einhaltung der Corona-Regeln animiert und sich für strikte Regeln stark gemacht hatte, ist positiv auf das Virus getestet worden und musste das Rennen verlassen. Das gab der Veranstalter ASO bekannt. Dagegen fielen die Kontrollen aller 166 noch im Rennen befindlichen Fahrer rund um den ersten Ruhetag negativ aus. Lediglich vier Mitglieder aus dem Betreuerstab der 22 Teams waren bei den 841 PCR-Tests auffällig. Die Personen verließen den Tour-Tross, weitere Auswirkungen hatten die Fälle nicht.

Prudhomme wird aber vorerst nicht mehr die Fahne zum Start der Etappen schwenken. „Ich werde die Tour für acht Tage verlassen. Ich werde mich wie jeder französische Angestellte in so einem Fall verhalten“, sagte der frühere Journalist der Nachrichtenagentur AFP. Prudhomme betonte, dass er keinen Kontakt zu den Fahrern gehabt und auch nicht der sogenannten Blase angehört habe. „Die Fahrer leben wie Mönch-Soldaten, das ist bei mir nicht der Fall.“ Aufgrund seiner Funktion habe er viele Gäste und Verantwortliche getroffen, so Prudhomme, der durch François Lemarchand ersetzt wird.

Patricia Friedek

Zahl der mit Corona infizierten Migranten auf Lesbos steigt auf 35

15:41
08.09.2020
Im überfüllten Flüchtlingslager von Moria auf der Insel Lesbos sind nun 35 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das griechische Migrationsministerium am Dienstag in Athen mit. Vorausgegangen waren 2000 Tests, seit das Virus vergangene Woche bei einem der Lagerbewohner entdeckt worden war. Die Betroffenen seien isoliert worden, nur einer von ihnen zeige Symptome, hieß es. Das gesamte Lager bleibe bis zum 15. September unter Quarantäne.

Patricia Friedek

Scholz hofft auf Normalisierung nach Corona-Krise 2022

15:01
08.09.2020
Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) hofft, dass sich die wirtschaftliche und finanzielle Situation in Deutschland 2022 wieder normalisiert. In diesem und wohl auch im kommenden Jahr sei die Schuldenbremse nicht einzuhalten, sagte der Finanzminister am Dienstag in einem im Internet gesendeten Gespräch mit der Finanzagentur Bloomberg. „Ich hoffe, dass wir ab 2022 zu etwas zurückkommen, was der Normalität ähnelt.“ Derzeit deute sich an, dass die Wirtschaft sich langsam erhole. Das stimme ihn optimistisch.

Wie viele neue Schulden der Bund 2021 machen muss, wollte Scholz nicht sagen. „Im nächstes Jahr werden noch viele starke Aktivitäten erforderlich sein“, betonte er lediglich. Das Finanzministerium arbeite derzeit am Haushalt für 2021. Eine Grundlage dafür ist die Steuerschätzung, deren Ergebnisse am Donnerstag vorgestellt werden.

Patricia Friedek