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Erneut mehr Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen

10:14
06.09.2020
Die Zahl der Corona-Neuinfektionen in Niedersachsen ist auch am Sonntag wieder gestiegen. Wie das Sozialministerium in Hannover mitteilte, erhöhte sich die Zahl der bestätigten Infektionen um 48 auf 17 266 Fälle seit Beginn der Epidemie. 87,9 Prozent der Betroffenen sind demnach genesen. Seit Sonntag vor einer Woche betrug der Anstieg in Niedersachsen 543 Fälle. Die Zahl der Neuinfektionen je 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag landesweit bei 6,4, am höchsten fiel der Wert im Landkreis Celle mit 13,4 aus.

Stefanie Heitmann

Die meisten wollen Corona-Kinderbonus wieder ausgeben

09:23
06.09.2020
Fast zwei von drei Empfängern wollen den einmaligen Kinderbonus ganz oder teilweise direkt wieder ausgeben. Das zeigt eine Umfrage im Auftrag des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vorliegt. 1202 Menschen wurden befragt.

Von diesem Montag an zahlen die Familienkassen den Kinderbonus schrittweise aus. Insgesamt sollen für rund 18 Millionen Kinder jeweils 300 Euro fließen. Die schwarz-rote Koalition hatte die Maßnahme im Rahmen ihres Konjunkturpakets gegen die Folgen der Corona-Krise beschlossen.

24 Prozent der Befragten mit einem kindergeldberechtigten Kind wollen den Kinderbonus laut IW vollständig ausgeben. 37 Prozent wollen dies zumindest teilweise tun. 39 Prozent der Befragten gaben an, dass sie den Kinderbonus vollständig sparen wollen.

Diejenigen, die den Kinderbonus nur anteilig ausgeben wollen, wurden auch gefragt, welchen Teil sie davon genau ausgeben wollen. Rund 10 Prozent von ihnen wollen demnach bis zu ein Viertel davon für den Konsum aufwenden. Weitere 49 Prozent planen, 26 bis 50 Prozent auszugeben. 33 Prozent wollen 51 bis 75 Prozent des Kinderbonus für den Konsum einsetzen. 8 Prozent haben nach IW-Angaben vor, 76 bis 99 Prozent davon auszugeben.

Das IW hat errechnet, dass über alle Befragten, die den Kinderbonus für ihre Kinder erhalten werden, im Durchschnitt 128 Euro pro Kind ausgegeben werden sollen. Der Betrag erhöhe sich auf 210 Euro pro Kind, wenn nur diejenigen betrachtet würden, die den Bonus ganz oder teilweise ausgeben wollen. Der Kinderbonus kostet den Staat 4,3 Milliarden Euro.

Insgesamt schätzen die meisten Befragten laut IW die Wirkung des Kinderbonus positiv ein. Rund 55 Prozent finden diese Maßnahme demnach sehr sinnvoll oder eher sinnvoll, „um die allgemeinen wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzumildern“. Knapp 19 Prozent finden die Maßnahme nicht sinnvoll.

Stefanie Heitmann

Holpriger Schulstart: Weitere Quarantäne-Fälle unter Schülern

08:41
06.09.2020
Der Start ins neue Schuljahr in Niedersachsen verläuft mitten in der Corona-Pandemie holprig: Das Gesundheitsamt des Landkreises Celle hat an drei Schulen Beschränkungen verhängt, ein Verdachtsfall an einer Schule in Empelde in der Region Hannover hat sich bestätigt. Generelle Schulschließungen gebe es im Raum Celle aber nicht, teilte der Landkreis mit. In einer Schule sei in Ganztagsgruppen in 39 Fällen Quarantäne verhängt worden - sowohl für Zweitklässler als auch für Viertklässler. Die anderen Kinder könnten am Montag ganz normal zum Unterricht kommen.

Auch sieben Kinder einer Oberschule in Westercelle müssten in Quarantäne, teilte der Landkreis Celle mit. Weitere sieben Quarantänefälle gab es demnach in zwei Klassen an einer Berufsschule in Altenhagen.

In Empelde bestätigte Schulleiter Kay Warneke Medienberichten zufolge, dass Schüler aus fünf bis sechs Kursen, die der erkrankte Jugendliche besucht habe, voraussichtlich zum 17. September eine häusliche Quarantäne einhalten müssten. Die restlichen Schülerinnen und Schüler des betroffenen Oberstufenjahrgangs würden in der Zeit ebenfalls im Homeschooling unterrichtet.

Gut eine Woche nach Schuljahresbeginn waren 22 Schulen in Niedersachsen von Corona-Einschränkungen betroffen. Wegen festgestellter Infektionen seien 43 Klassen und 3 Jahrgänge in den Heimunterricht geschickt worden, teilte das Kultusministerium mit. Ganze Schulschließungen gab es nicht. Oft müssten auch nicht alle betroffenen Schüler in Quarantäne. Das Ministerium verwies darauf, dass die Einschränkungen nicht mit Unterrichtsausfall gleichzusetzen seien. Die Schulen seien verpflichtet, von Quarantäne betroffene Schülerinnen und Schüler im Distanzunterricht zu betreuen. Insgesamt sei der Neustart des Unterrichts aus Sicht des Ministeriums dennoch gut verlaufen.

Im Landkreis Cuxhaven trafen Corona-Beschränkungen drei Klassen der Oberschule in Dorum, wie der Kreis kürzlich mitteilte. In Dorum sei ein Lehrer positiv auf das Coronavirus getestet worden. Im Kreis Goslar sind zwei Klassen an Schulen in Seesen beziehungsweise in Goslar in Quarantäne. Vorsorglich wurde auch eine Klasse des Theodor-Heuss-Gymnasiums in Wolfenbüttel in Quarantäne geschickt. Auch in Göttingen und Seelze waren Schulen betroffen.

Stefanie Heitmann