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20200904055955

700 Millionen Euro als Corona-Bonus für Altenpflege ausgezahlt

04:13
04.09.2020
Für den Corona-Bonus für Beschäftigte in der Altenpflege sind inzwischen rund 700 Millionen Euro ausgezahlt worden. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Rund 680 Millionen Euro gingen demnach an Pflegeeinrichtungen als Arbeitgeber, weitere 20 Millionen Euro an Dienstleistungsunternehmen. Die Mitte Juli ausbezahlten Gelder müssten inzwischen bei den Pflegekräften angekommen sein, sagte ein Ministeriumssprecher. Die Beschäftigten sollten den Bonus direkt von ihren Arbeitgebern erhalten. Einen zweiten Auszahlungstermin soll es nach Angaben des Ministeriums im Dezember geben.

Insgesamt haben bis Juni rund 80 Prozent der Pflegeeinrichtungen einen Antrag auf Finanzierung der Corona-Prämie gestellt, wie aus Zahlen des Spitzenverbands der gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) hervorgeht. Auf Bundesebene wird der Bonus in Höhe von bis zu 1000 Euro aus Mitteln der Pflegeversicherung, im ambulanten Bereich anteilig von der Krankenversicherung finanziert. Der Bundestag hatte die Prämie Mitte Mai beschlossen. Die Kosten wurden insgesamt mit einer Milliarde Euro veranschlagt, der Bund hat dafür bereits einen Zuschuss an die Kassen angekündigt.

Die Bundesländer können den Corona-Bonus für die Beschäftigten zudem auf bis zu 1500 Euro aufstocken, die steuerfrei bleiben. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums machen davon alle Länder Gebrauch oder haben zumindest eine Regelung angekündigt.

Patrick Reichelt

Mehr als vier Millionen Corona-Infektionen in Brasilien

04:10
04.09.2020
 Brasilien hat die Marke von vier Millionen Corona-Fällen überschritten. Dies geht aus den Daten des Gesundheitsministeriums in Brasília vom Donnerstag (Ortszeit) hervor. Im Vergleich zum Vortag waren demnach 43 773 Neuinfektionen hinzugekommen, womit die Gesamtzahl seit dem ersten bestätigten Fall in Brasilien Ende Februar auf 4 041 638 stieg. Es kamen zudem 834 Todesfälle hinzu – demnach sind im größten Land Lateinamerikas bislang offiziell 124 614 Menschen gestorben. Nur in den USA wurden bislang mehr Infektionen und Tote verzeichnet.

Die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen und Todesfälle in Brasilien liegt schon seit geraumer Zeit in der jetzigen Größenordnung. Die tatsächlichen Zahlen dürften noch weit höher liegen, auch weil das Land sehr wenig testet. Wissenschaftliche Studien legen nahe, dass sich mindestens siebenmal so viele Menschen infiziert haben wie bislang bekannt, und doppelt so viele wie erfasst gestorben sind. Brasilien hat 210 Millionen Einwohner und ist 24 Mal so groß wie Deutschland.

Patrick Reichelt

Das war am Donnerstag, 3. September, wichtig

20:05
03.09.2020
Bremen und Niedersachsen:
  • Nach dem Corona-Fall am Kippenberg-Gymnasium in Schwachhausen gibt es einen weiteren Fall an der Grundschule an der Alfred-Faust-Straße in Kattenesch. 
  • Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil hält eine generelle Absage der Weihnachtsmärkte für zu früh. Mit speziellen Regeln halte er diese für möglich.
  • Von allen Warengruppen verzeichneten die Autotransporte über Emden und Cuxhaven mit einem Minus von 39 Prozent den stärksten Rückgang. In Cuxhaven halbierte sich der Umschlag aller Güter nahezu. Stade, Oldenburg und Papenburg waren von den coronabedingten Handelsunterbrechungen weniger betroffen und verzeichneten sogar ein leichtes Plus. Der Containerterminal Wilhelmshaven kam mit 222.400 Standardcontainern auf knapp zwei Drittel des Vorjahresumschlags. Niedersachsen betreibt die Seehäfen Brake, Cuxhaven, Emden, Leer, Nordenham, Oldenburg, Papenburg, Stade und Wilhelmshaven.

Deutschland und die Welt:
  • Nach den Pflegekräften in der Altenpflege sollen nun auch die in Krankenhäusern einen Bonus von bis zu 1000 Euro bekommen. Die gesetzliche Krankenversicherung stellt 100 Millionen Euro dafür bereit.
  • Die US-Gesundheitsbehörde CDC will im Oktober mit den Vorbereitungen für die Verteilung eines potenziellen Corona-Impfstoffes beginnen.
  • Dänemark will alle seine Grenzübergänge zu Deutschland so schnell wie möglich wieder öffnen. Das teilte die Reichspolizei am Donnerstagabend mit. 

Max Seidenfaden