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Auschwitz-Komitee bestürzt über rechtsextreme Symbole am Reichstag

16:43
30.08.2020
Das Internationale Auschwitz Komitee hat die Teilnahme rechtsextremer Gruppierungen bei den Corona-Protesten in Berlin beklagt. Für die Überlebenden des Holocausts sei es ein trauriges und schmerzliches Signal, dass angesichts der Corona-Krise in Deutschland Demonstranten immer bedenkenloser mit antisemitischen Verschwörungstheoretikern, ausgewiesenen Nazigruppen und Rechtsextremen gemeinsame Sache machten, teilte der Exekutiv- Vizepräsident Christoph Heubner am Sonntag mit.

„Die Bilder vom Reichstag, diesem weltweit geachteten Symbol der Demokratie in Deutschland, sind hierfür ein zutiefst erschreckendes und warnendes Beispiel.“ Dennoch vertrauten die Überlebenden darauf, dass die große Mehrheit der Menschen in Deutschland sich weiter diesen Attacken auf den demokratischen Staat entgegenstellen werde. Das Komitee ist ein Zusammenschluss von Auschwitz-Überlebenden und ihren Organisationen.

23 neue Corona-Infektionen in Hamburg

16:12
30.08.2020
Die Zahl der Corona-Infizierten hat sich in Hamburg innerhalb eines Tages um 23 erhöht. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Sonntag im Internet mit. Am Samstag waren 35 neue Fälle gemeldet worden. Das war der höchste Wert der vergangenen sieben Tage gewesen. Mit 11,0 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Samstag hatte der Wert 10,2 betragen.

Seit Beginn der Epidemie in Hamburg haben sich 6249 Menschen infiziert. Von ihnen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) unverändert rund 5500 als genesen angesehen werden.

Ebenfalls unverändert ist mit 235 die Zahl der Menschen, die bislang an Covid-19 in Hamburg gestorben sind. Das RKI gibt für Hamburg 266 Tote an.

Wenig Schwerkranke trotz gestiegener Infektionszahlen

15:31
30.08.2020
Trotz gestiegener Infektionszahlen liegen in deutschen Kliniken weiterhin vergleichsweise wenig Corona-Patienten. Nach den aktuellsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) waren in der Woche vom 17. bis 23. August rund 9200 Menschen als Infizierte gemeldet worden - fast vier Mal so viele wie sechs Wochen zuvor. Von jenen Infizierten, zu denen es Angaben über ihren Behandlungsstatus gab (6981), mussten 323 ins Krankenhaus. Vor sechs Wochen lag die Zahl nur wenig niedriger. Auch die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen ist seit Wochen ziemlich stabil und auf vergleichsweise niedrigem Stand. Tote gibt es kaum noch.

Ein Grund für die vergleichsweise niedrige Anzahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern könnte das gesunkene Durchschnittsalter der Neu-Infizierten sein. Hinzu kommt eine veränderte Teststrategie und mehr Wissen bei den Behandlungsmethoden.

Max Seidenfaden