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Sitzblockaden und Festnahmen am Rand der Berliner Corona-Demo

13:11
29.08.2020
Nach der angeordneten Auflösung eines Protestzugs gegen die Corona-Politik mit mehreren Tausend Menschen in Berlin ist die Polizei zu verschiedenen Einsätzen im Stadtzentrum ausgerückt. So legten sich am Samstag auf dem Schiffbauerdamm rund 40 Menschen Boxbandagen an, wie die Polizei berichtete. In der Universitätsstraße seien zudem Hindernisse auf die Fahrbahn gebracht worden. In der Friedrichstraße habe außerdem ein Baucontainer gebrannt, zudem habe es eine Festnahme nach einem Flaschenwurf gegeben. Auf Videos war auch zu sehen, wie die Polizei Demonstranten wegtrug oder abdrängte, die auf der Straße sitzen blieben und nicht freiwillig gingen.

Die Polizei war mit rund 3000 Beamten im Einsatz. Am Nachmittag forderte die Einsatzleitung einen Hubschrauber an. Er sollte ein Livebild übertragen, um einen besseren Überblick über die Situation zu gewinnen.

Aufgerufen zum Protest hatte die Stuttgarter Initiative Querdenken 711. Zu einer Kundgebung am Nachmittag nahe dem Brandenburger Tor erwarteten die Veranstalter rund 22 000 Teilnehmer.

Eigentlich wollten die Berliner Behörden die Versammlungen verbieten, sie unterlagen jedoch vor Gerichten. Die Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts Berlin gegen die Verbotsverfügung der Polizei wurde in der Nacht zum Samstag bekannt.

Max Seidenfaden

35 Corona-Neuinfektionen in Hamburg - 18 im Krankenhaus

12:48
29.08.2020
Bei Tests auf das neuartige Coronavirus sind innerhalb eines Tages 35 neue Fälle in Hamburg bestätigt worden. Das teilte die Gesundheitsbehörde am Samstag im Internet mit. Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infizierten seit Beginn der Epidemie stieg jedoch nur um 34 auf 6226, weil ein Fall aus dem März korrigiert worden sei. Am Freitag waren 26 neue Fälle hinzugekommen. Von den seit Beginn der Pandemie positiv auf das Virus getesteten Menschen können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) unverändert rund 5500 als genesen angesehen werden.

Ebenfalls unverändert ist mit 235 die Zahl der Menschen, die bislang an Covid-19 in Hamburg gestorben sind. Das RKI gibt für Hamburg 266 Tote an.

Die Hamburger Gesundheitsbehörde lässt alle gestorbenen Corona-Patienten obduzieren. Das Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zählt aufgrund dieser Obduktionen dann alle Fälle, bei denen jemand AN einer Covid-19-Erkrankung gestorben ist. Das Robert Koch-Institut zählt alle Personen, die im Zusammenhang MIT Covid-19 gestorben sind.

In Hamburger Krankenhäusern wurden Stand Freitag (14.00 Uhr) 18 Covid-19-Patienten behandelt, einer weniger als am Tag zuvor. Sieben von ihnen lagen demnach auf Intensivstationen, einer weniger als am Vortag. Mit 10,2 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner liegt Hamburg nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Am Freitag betrug der Wert 9,7.

Max Seidenfaden