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Bremen erlaubt mehr Sportler bei Veranstaltungen

19:17
25.08.2020
In Bremen dürfen zukünftig bis zu 50 Sportler an einem Mannschaftsspiel ohne Einhaltung der Abstandsregeln teilnehmen. Das hat der Bremer Senat am Dienstag beschlossen. Zuvor lag die Höchstgrenze noch bei 30 Personen. Es sei jedoch weiterhin erforderlich, die Kontaktdaten der Sportler zu erfassen, teilte ein Senatssprecher mit.

"Wir schaffen damit auch die Grundlage für einen gemeinsamen Spielbetrieb mit Niedersachsen", erklärte Sportsenatorin Anja Stahmann. Die Sporttreibenden und Verbände müssen auch weiterhin Hygienekonzepte erstellen oder die bestehenden Konzepte einhalten sowie die Vorgaben der Corona-Verordnung beachten. 

Max Seidenfaden

Kultusminister: Masken im Unterricht wären kontraproduktiv

18:55
25.08.2020
Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne (SPD) hat seine skeptische Haltung zu einer Maskenpflicht im Unterricht zwei Tage vor Schulbeginn bekräftigt. Lernen hänge ganz wesentlich davon ab, dass man sich sehe. „Da wäre eine Maske aus sehr vielen Gründen kontraproduktiv“, sagte Tonne am Dienstagabend bei NDR 1 Niedersachsen und im NDR Fernsehen „Niedersachsen 18 Uhr“. Es sei immer eine Abwägung, wie viel Normalität man zulassen könne. Im Klassenraum gebe es keine Maskenpflicht, aber auf den Schulfluren, oder dort wo es räumlich enger werde, gelte die Bitte, eine Maske zu tragen.

Tonne machte zugleich klar, dass bei Schülern, die aus einem Risikogebiet zurückgekehrt seien, ein negativer Corona-Test erforderlich sei. Dies sei keine nette Bitte oder Aufforderung, sondern eine bußgeldbewährte Auflage. „Nur mit negativem Testergebnis kann es in die Schule gehen.“ Am Donnerstag beginnt nach den Sommerferien in Niedersachsen wieder die Schule. Tonne betonte, die Schulen hätten sich nach seinem Eindruck intensiv vorbereitet. Dennoch könnten neuerliche Schulschließungen nicht ausgeschlossen werden. Dies seien aber immer lokale und regionale Einzelfallentscheidungen. Einen Automatismus gebe nicht.

Max Seidenfaden

Kreis Rendsburg: Hälfte der Risiko-Rückkehrer meldet sich nicht

18:03
25.08.2020
Fast die Hälfte der Reiserückkehrer aus Corona-Risikogebieten haben sich bisher beim Kreis Rendsburg-Eckernförde nicht gemeldet. Seit Dienstag würden die „Aussteigekarten“, die bei der Einreise in Deutschland ausgefüllt werden müssen, im Kreis verschärft überprüft, teilten Cora von der Heide und Antonia Burgmann, Juristinnen des Kreises und Mitarbeiterinnen des Corona-Testzentrums, in Rendsburg mit.

Am Dienstag habe erstmals ein Mitarbeiter des Kreises in Polizeibegleitung drei durch Aussteigekarten identifizierte Haushalte aufgesucht, um das Einhalten der Quarantäne zu überprüfen - vergeblich. Aussteigekarten sind von Reisenden im Flugzeug oder Reisebus ausgefüllte Formulare mit Kontaktdaten und Angaben zum Gesundheitszustand.

Bei insgesamt neun Personen, die in Risikogebieten waren, seien Verstöße gegen die Meldepflicht beim örtlichen Gesundheitsamt oder sogar das Nichteinhalten der häuslichen Quarantäne festgestellt worden. Verstöße gegen die Meldepflicht können als Ordnungswidrigkeit mit einem Bußgeld von 150 bis 2000 Euro geahndet werden. Wer sich aus der Quarantäne entfernt, muss mit einem Bußgeld zwischen 500 und 10 000 Euro rechnen.

Max Seidenfaden