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Corona: Frauen-Bundesliga nur mit Sitzplätzen und ohne Gästefans

08:17
25.08.2020
Die Fußball-Bundesliga der Frauen ist für eine mögliche schrittweise Rückkehr von Zuschauern gewappnet. Der DFB-Ausschuss Frauen-Bundesligen hat sich in einer außerordentlichen Sitzung einstimmig für die Anpassung der Durchführungsbestimmungen der DFB-Spielordnung für den Sonderspielbetrieb ausgesprochen. Das teilte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Montagabend mit. Mögliche Maßnahmen müssten dabei aber stets mit Blick auf die regionalen Verfügungslagen und in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden durchgeführt werden.

Der Plan lehnt sich stark an dem von der Deutschen Fußball Liga Anfang August bekannt gegebenen Konzept an. Die Beschlussvorlage sieht für die Bundesliga den Wegfall von Stehplätzen und die ausschließliche Nutzung von Sitzplätzen bis zum 31. Oktober, den Verzicht von Tickets für Gästefans bis zum 31. Dezember sowie ein grundsätzliches Alkoholverbot im Stadion bis zum 31. Oktober vor. Des Weiteren sollen auch in der kommenden Saison fünf Auswechslungen möglich sein.

Grundlage für die Sicherstellung des Spielbetriebs der Profiligen ist das aktualisierte Hygienekonzept zur neuen Saison, das sich derzeit in der finalen Abstimmung befindet und demnächst veröffentlicht werden soll.

Stefanie Heitmann

Syrien-Unterhändler nach positiven Corona-Tests in Genf in Quarantäne

07:05
25.08.2020
Die Syrien-Verhandlungen über eine neue Verfassung liegen wegen positiver Corona-Test bei mehreren Teilnehmern schon nach einem Tag vorläufig auf Eis. Nach Angaben des Vorsitzenden der Oppositionsgruppe, Hadi al-Bahra, wurden die Teilnehmer in ihren Hotels in Quarantäne „zwischen zwei und zehn Tagen“ geschickt. Seine Gruppe setze ihre Arbeit intern zunächst auf virtuellen Plattformen fort.

Das Büro des UN-Syrienbeauftragten Geir Pedersen machte am Dienstag zunächst keine Angaben. Es hatte am Montagnachmittag nach drei positiven Corona-Tests bei Teilnehmern die Unterbrechung der Sitzungen mitgeteilt. Hadi al-Bahra sprach von vier positiven Tests.

Je 15 Vertreter von Regierung, Opposition und Zivilgesellschaft sollten diese Woche in Genf an einer neuen Verfassung arbeiten. Sie waren mit Mund- und Nasenschutz in die europäische Zentrale der Vereinten Nationen gekommen und hatten in einem großen Saal mit Abstand zueinander gesessen. Sie waren vor der Abreise und nach der Ankunft in Genf auf das Coronavirus getestet worden.

Die Gespräche sollen den politischen Prozess in Gang setzen, um den seit mehr als neun Jahren andauernden Bürgerkrieg in Syrien zu beenden. Sie waren erst nach langwierigen Verhandlungen unter UN-Vermittlung im Herbst vergangenen Jahres zustande gekommen. Seit 2011 sind im von außen befeuerten syrischen Bürgerkrieg Hunderttausende Menschen ums Leben gekommen, Millionen wurden vertrieben und das Land ist weitgehend zerstört.

Stefanie Heitmann