Letztes Update:
20200825062017

Staatshaushalt rutscht in Corona-Krise ins Minus

06:14
25.08.2020
Der deutsche Staat hat in der Corona-Krise weniger Geld eingenommen als ausgegeben. Bezogen auf die gesamte Wirtschaftsleistung lag das Defizit von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialversicherungen bei 3,2 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte.

Stefanie Heitmann

Konjunktureinbruch etwas geringer als erwartet

06:13
25.08.2020
Die Wirtschaftsleistung in Deutschland ist in der Corona-Krise etwas weniger stark eingebrochen als zunächst berechnet. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte im zweiten Vierteljahr 2020 im Vergleich zum Vorquartal um 9,7 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag mitteilte. In einer ersten Schätzung war die Wiesbadener Behörde von minus 10,1 Prozent ausgegangen.

Stefanie Heitmann

Weniger Passagiere am Frankfurter Flughafen als in der Vorwoche

05:55
25.08.2020
Die Passagierzahlen am Frankfurter Flughafen haben bei ihrer Erholung aus dem Corona-Tief einen Rückschlag erlitten. Nach dem Ende der hessischen Sommerferien zählte der Flughafenbetreiber Fraport in der Woche vom 17. bis 24. August an Deutschlands größtem Airport 330.428 Fluggäste und damit 78,7 Prozent weniger als in der entsprechenden Kalenderwoche ein Jahr zuvor, wie das Unternehmen am Dienstag in Frankfurt mitteilte. Das waren rund 23 000 Passagiere weniger als in der Vorwoche, als der Rückgang im Jahresvergleich 77,3 Prozent betragen hatte.

Die Zahl der Flugbewegungen sank nun im Vergleich zur entsprechenden Kalenderwoche des Vorjahres um 62,6 Prozent auf 3949 Starts und Landungen. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost fiel um 12,3 Prozent auf 33.905 Tonnen, nachdem der Rückgang in der Vorwoche im Jahresvergleich 13,7 Prozent betragen hatte.

Viele Fluggesellschaften bieten seit Juni wieder mehr Flüge an, nachdem der Passagierverkehr wegen der weltweiten Reisebeschränkungen seit Ende März weitgehend zusammengebrochen war. Seit 15. Juni hat das Auswärtige Amt die Reisewarnungen für die meisten EU-Mitgliedsstaaten, den Schengen-Raum und Großbritannien aufgehoben. Allerdings gibt es inzwischen wieder Reisewarnungen für bestimmte Regionen, darunter das spanische Festland und die balearischen Inseln, Teile Kroatiens, die Stadt Paris und die Côte d’Azur. Branchenvertreter erwarten, dass der Passagierverkehr erst in einigen Jahren wieder das Niveau aus der Zeit vor der Coronavirus-Pandemie erreichen wird.

Stefanie Heitmann

Ärztekammer-Vorstand fordert Maskenpflicht für Unterricht

05:35
25.08.2020
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen wird in Niedersachsen der Ruf nach einer Maskenpflicht für Lehrer und Schüler auch im Unterricht lauter. „Wenn die Kinder und Jugendlichen ungeschützt in die Schulen gehen, dann rechne ich mit verheerenden größeren Ausbrüchen“, sagte der Kinder- und Jugendmediziner Thomas Buck, der Vorstandsmitglied der Ärztekammer Niedersachsen ist. Es sei eine Illusion zu glauben, dass nur gesunde Kinder zur Schule gehen. Nur ganz wenige junge Menschen hätten nach einer Infektion mit dem Coronavirus schwere Symptome. „Die meisten Kinder und Jugendlichen werden symptomfrei sein, aber sie können Überträger sein.“ An diesem Donnerstag starten die Schulen im Land in voller Klassenstärke.

Der Kinderarzt aus Hannover plädierte für eine zunächst zeitlich beschränkte Maskenpflicht für Schüler und Lehrer von der Grundschule an. Auch Arztkollegen hätten sich fassungslos gezeigt, dass zwar auf engen Fluren, aber nicht im Unterricht Masken getragen werden sollen, sagte Buck. An Schulen in Nordrhein-Westfalen gibt es dagegen bis zum 31. August eine Maskenpflicht im Unterricht. Ausgenommen sind nur Grundschulen. Auch die Stadt und der Landkreis Osnabrück hatten eine Maskenpflicht für den Unterricht gefordert.

„Am gefährlichsten sind die ersten zwei bis vier Wochen nach den Ferien“, sagte Buck. Dies beobachte man auch bei anderen Infektionskrankheiten wie der Grippe. Der Mediziner befürchtet zudem, dass sich viele Reiserückkehrer gar nicht auf das Coronavirus haben testen lassen. Bei trockener Raumluft nehme die Infektiosität zu - wichtig sei daher Stoßlüften, betonte der Ärztekammer-Vorstand.

Stefanie Heitmann