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Testpflicht für Rückkehrer aus Risikogebieten könnte fallen

11:05
24.08.2020
Die Corona-Pflichttests für Reiserückkehrer aus Risikogebieten könnten nach dem Sommer wieder abgeschafft werden. Einen entsprechenden Vorschlag hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur seinen Amtskollegen aus den Ländern für deren Schaltkonferenz an diesem Nachmittag vorgelegt. Dem Konzept zufolge, das der dpa in Auszügen vorliegt, sollen nach Ende der Sommerferien im ganzen Bundesgebiet die Regeln für die Rückkehr aus Risikoregionen überarbeitet werden. Zuletzt enden die Ferien Mitte September in Baden-Württemberg.

Statt Reisende aus Risikogebieten direkt bei der Einreise zum Test zu verpflichten, solle wieder primär eine Quarantänepflicht greifen. Die Quarantäne könne „nur durch ein negatives Testergebnis bei einer Testung nach frühestens fünf Tagen nach Einreise beendet werden“, heißt es in dem Vorschlag. Einfließen sollten die Erfahrungen aus den letzten Wochen, auch mit Blick auf zunehmend begrenzte Testkapazitäten.

Ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums sagte am Montag, die Labore seien aktuell stark belastet, und es sei absehbar, dass das System dauerhaft an seine Grenzen stoße. „Klar ist auch, wenn wir wochenlang Volllast fahren in dem Bereich, werden wir Material- und Personalprobleme bekommen.“ Deshalb müsse man die Teststrategie entsprechend anpassen.

Seit Ende Juli können Urlauber sich kostenlos auf Corona testen lassen. Reisende, die aus einer zum Risikogebiet erklärten Region kommen, müssen das seit 8. August sogar tun, wenn sie keinen negativen Test vorweisen können. Auch das ist kostenlos.

Stefanie Heitmann

Verstöße gegen Maskenpflicht - mehr Kontrollen auf Bahnhöfen

10:21
24.08.2020
Wegen zahlreicher Verstöße gegen die Maskenpflicht auf Innenstadt-Bahnhöfen etwa in Hamburrg will die Deutsche Bahn vor allem am Abend ihre Kontrollen verstärken. „Maske tragen ist keine unverbindliche Empfehlung, sondern Pflicht. Es ist deshalb für uns nicht hinnehmbar, wenn sich Einzelne nicht an die Regeln halten“, teilte der Bahn-Sicherheitschef Hans-Hilmar Rischke der Deutschen Presse-Agentur am Montag mit. „Wir erhöhen daher gezielt unsere Präsenz von Sicherheitskräften.“ Zuvor hatte die „Bild“-Zeitung darüber berichtet.

Bei der Auswertung von Videoaufnahmen auf sechs Hamburger S-Bahnhöfen hatte die Bahn laut dem „Bild“-Bericht zahlreiche Verstöße festgestellt. Morgens und nachmittags trugen dort weit mehr als 90 Prozent der Menschen Masken. Nach 23 Uhr waren es deutlich weniger, auf den Bahnhöfen Reeperbahn und Harburg nur noch 80 Prozent.

Bereits vor einer Woche hatte die Bahn angekündigt, die Maskenkontrollen durch Sicherheitspersonal in den Fernzügen auszuweiten. Bis zum 1. September soll es demnach regelmäßige Kontrollen in 120 Zügen geben. Aber auch die Zugbegleiter im Fern- und Regionalverkehr würden Menschen ohne Maske jederzeit von der Fahrt ausschließen könnten, so die Bahn.

Stefanie Heitmann