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Kultur im Autokino - Kunstfest Weimar in Corona-Edition

08:55
24.08.2020
Viel Planungsaufwand innerhalb einer kurzen Zeit haben die Macher aufgebracht, damit das Kunstfest Weimar nicht wie so viele andere Festivals in der Corona-Zeit abgesagt werden musste. Am Mittwoch (26. August) beginnt das Festival für zeitgenössische Künste. Die Pandemie lässt es aber doch recht anders aussehen, als noch zum Jahresbeginn angekündigt.

„Wir mussten viel umplanen und im Einvernehmen mit den Künstlern auch einige Projekte auf das kommende Jahr verschieben“, sagt der künstlerische Leiter Rolf Hemke. Manche Produktionen seien unter den nötigen Hygiene- und Abstandsauflagen nicht durchführbar gewesen. So musste etwa die Uraufführung der Oper „Electric Saint“, für die Grammy-Gewinner und Ex-Police-Schlagzeuger Stewart Copeland komponiert hat, auf 2021 verlegt werden. „Eine Opernaufführung kann man nicht verantworten, wenn man sie nicht in dem Rahmen präsentieren kann, in dem sie gedacht ist - das würde künstlerisch Schaden nehmen“, sagt Hemke.

Immerhin stehen trotz aller Widrigkeiten bis einschließlich 13. September 60 Produktionen, Ausstellungen und Vorführungen an verschiedenen Spielorten auf dem Programm, darunter auch einige Uraufführungen.

Um auf Eventualitäten vorbereitet zu sein, gründete das Kunstfest ein Autokino in Weimar mit. „Das ist der Ort für das pandemiesichere Kernprogramm“, sagte Hemke. Dort sollen etwa kleine Theaterprojekte zu sehen sein. Vorgabe an die Künstler: Inhaltlich und formal sollen sie sich mit der Krise auseinandersetzen. Hemke spricht von einem analogen Corona-Autorenfestival, das gezwungenermaßen ad hoc entwickelt wurde.

Mehr als zwei Künstler werden zeitgleich nicht auf der Bühne sein, auch Abstand bleibe gewahrt. Zur Festivaleröffnung im Autokino kommt „Five deleted messages“ von Autor und Regisseur Falk Richter zur Uraufführung. Dabei wird Dimitrij Schaad („Känguru-Chroniken“) zu sehen sein. Unter anderem kommt dort auch ein Text der in Weimar geborenen Autorin Sibylle Berg auf die Bühne.

Stefanie Heitmann

Althusmann offen für Maskenpflicht am Arbeitsplatz

07:02
24.08.2020
Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann hat sich offen für eine Maskenpflicht am Arbeitsplatz gezeigt. „Bei weiter steigenden Zahlen müssen wir darüber nachdenken, die Maskenpflicht gegebenenfalls auch auf den Arbeitsplatz auszuweiten, wenn wir damit Schließungen und einen Lockdown verhindern können“, sagte der CDU-Politiker der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Montag). Am Wochenende hatte CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer dafür plädiert, im Fall steigender Corona-Zahlen eine bundesweite Maskenpflicht am Arbeitsplatz und im Schulunterricht zu prüfen.

Die niedersächsische Gesundheitsministerin Carola Reimann (SPD) sagte der Zeitung, sie sehe die wachsende Nachlässigkeit beim Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in Teilen der Gesellschaft mit „großer Sorge“. Der Arbeitsplatz zähle aber nicht dazu. Sie sehe bei Unternehmen und Arbeitnehmern „einen sehr verantwortungsvollen Umgang mit den Schutzmaßnahmen“.

Stefanie Heitmann

Corona-Einbruch auch bei Betriebsgründungen

06:32
24.08.2020
Die Corona-Krise hat auch bei den Betriebsgründungen in Deutschland für einen Einbruch gesorgt. Im ersten Halbjahr wurden deutlich weniger größere Betriebe und Kleingewerbe neu angemeldet, wie das Statistische Bundesamt am Montag berichtete. Die Zahl der neu angemeldeten Betriebe mit einer vermutet größeren wirtschaftlichen Bedeutung ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 9,4 Prozent auf 58.000 zurück.

Noch drastischer war der Einbruch mit minus 21,1 Prozent bei den Kleinunternehmen, von denen noch 68.100 Neugründungen gezählt wurden. Die Zahl der jüngst angemeldeten Nebenerwerbsbetriebe nahm hingegen leicht um 1,2 Prozent auf 140.100 zu. Neben der ungünstigen Geschäftsprognose in den Zeiten des Lockdowns waren auch die teils geschlossenen Gewerbeämter ein möglicher Grund für die Flaute. Im ersten Halbjahr wurden auch deutlich weniger Betriebe aufgegeben.

Stefanie Heitmann