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Städtetag für Ausweitung von Corona-Tests - Probleme mit Airlines

09:09
22.08.2020
Der Deutsche Städtetag fordert eine Ausweitung der Corona-Tests bei Reiserückkehrern. Hauptgeschäftsführer Helmut Dedy sagte der Deutschen Presse-Agentur in Berlin: «Wir konzentrieren uns stark auf Flughäfen. Aber wir haben ja auch Auslandsverkehre mit der Bahn oder mit Flixbus oder dem Auto. Und da haben wir noch eine Lücke, die wir füllen müssen. Wir brauchen lückenlosere Tests.» Das Angebot auch an Bahnhöfen und Busbahnhöfen für Rückkehrer aus Risikogebieten müsse verstärkt werden. «Das wird nicht überall gehen, aber kann helfen, um die Zeit bis zum Test nach der Rückkehr zu verkürzen.»

Bei den Tests an den Flughäfen gebe es noch Probleme. «Die Airlines geben uns für jeden Passagier ein Blatt in Papierform, das sind Kisten voller Papiere. Und dann müssen die Papiere den einzelnen Gesundheitsämtern zugeordnet werden.» Das binde Personal, das für Kontaktnachverfolgung oder Tests sinnvoller eingesetzt werden sollte. «Das ist vorsintflutlich. Das geht nicht mehr. Wir brauchen einen Datenaustausch.»

Die täglich festgestellten Corona-Neuinfektionen haben sich zuletzt auf einem wieder höherem Niveau eingependelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen am kommenden Donnerstag über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie beraten. Es dürfte um einheitlichere Corona-Regeln gehen. In den Ländern sind die Vorgaben für Veranstaltungen, Feiern und Bußgelder bei Maskenverstößen im Moment ganz unterschiedlich.

Dedy forderte mehr Abstimmung und eine einheitliche Kommunikation. «Dazu gehört zum Beispiel ein einheitliches Bußgeld für Maskenverweigerer. Das sollte doch leicht sein, das zu vereinheitlichen.»

Sarah Haferkamp

Mehr Besucher - Nationalpark Harz klagt seit Corona über Müllproblem

08:37
22.08.2020
Der Nationalpark Harz beklagt angesichts coronabedingt gestiegener Besucherzahlen eine zunehmende Vermüllung. Hier werden Flaschen, Dosen, Verpackungen, Kippen und Windeln einfach in den Wald geworfen. „Die Vermüllung schreitet voran“, sagte Parksprecher Friedhart Knolle. Die Lage sei ernst. Er wies darauf hin, dass auf dem Gebiet des Nationalparks zum Schutz der Tiere keine Mülleimer stehen. „Sie würden sie als Nahrungsquelle missverstehen. Einfach den eigenen Müll wieder einstecken und mit nach Hause nehmen.“

Sarah Haferkamp