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Deutsche Reisende nach Lettland und Litauen müssen in Quarantäne

06:36
22.08.2020
In Lettland und Litauen müssen sich Reisende aus Deutschland von Montag an bei Ankunft in den beiden baltischen EU-Ländern jeweils in eine zweiwöchige Quarantäne begeben. Dies geht aus von den Gesundheitsbehörden der beiden Ostseestaaten am Freitagabend veröffentlichten Listen von Ländern mit hohen Corona-Ansteckungsraten hervor. Grund dafür ist demnach die steigende Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland. Bei der Einreise nach Lettland besteht zudem für alle Reisenden eine Registrierungspflicht - sie müssen bei Ankunft ihre Daten hinterlegen.

Lettland und Litauen hatten Anfang Juni ihre Grenzen für Bürger aus europäischen Ländern mit niedrigen Coronavirus-Ansteckungsraten geöffnet. Später wurde sie um die von den EU-Staaten verabschiedete Liste der Drittstaaten ergänzt, aus denen Reisen in die EU möglich sind. Für Einreisende aus Ländern mit einer Infektionsrate von bis zu 16 Fällen pro 100 000 Einwohner einfällt dabei die Quarantänepflicht. Wer aus Ländern mit einer höheren Rate in den Baltenstaat einreist, muss sich für zwei Wochen in häusliche Isolation begeben.

Die Daten für die Länderliste werden wöchentlich aktualisiert. Für Deutschland wurde von den Behörden in Lettland und Litauen nun eine Infektionsrate von 16,5 angegeben.

In den dritten Baltenstaat Estland können Reisende aus Deutschland weiter ohne Quarantäne einreisen. Die Bundesrepublik steht bislang noch nicht auf der vom Außenministerium in Tallinn veröffentlichten schwarzen Liste - wegen einer Sonderregelung für Staaten mit Infektionsraten knapp über dem Schwellenwert. 

Sarah Haferkamp

Forscher befürchten noch mehr Opfer in den USA: 310 000 Corona-Tote

06:19
22.08.2020
Forscher befürchten einem weithin beachteten Modell zufolge in den USA noch mehr Corona-Tote als zuletzt prognostiziert. Bis Anfang Dezember könnten insgesamt fast 310 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Virus sterben, rund 15 000 mehr als noch vor zwei Wochen angenommen. Das ging am Freitagabend (Ortszeit) aus einer Aktualisierung des Modells der Forscher des Instituts IHME der Universität Washington in Seattle hervor.

Wenn 95 Prozent der Menschen in der Öffentlichkeit stets Masken trügen, könnte die Zahl der Opfer bis 1. Dezember mit rund 240 000 deutlich geringer ausfallen, erklärten die Forscher.

Bislang sind in den USA rund 175 000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus Sars-CoV-2 gestorben. Zuletzt starben etwa 1000 Menschen pro Tag. Das IHME-Modell prognostiziert mit Beginn der kalten Jahreszeit, ab etwa Mitte Oktober, einen Anstieg der Todeszahlen auf rund 2000 Opfer pro Tag Ende November.

In den USA gibt es bislang rund 5,6 Millionen bestätigte Corona-Infektionen. Täglich wurden zuletzt zwischen 40 000 und 50 000 Neuinfektionen gemeldet. Der Erreger Sars-CoV-2 kann die Erkrankung Covid-19 auslösen, die vor allem bei älteren oder immungeschwächten Patienten tödlich verlaufen kann.

Sarah Haferkamp

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Freitag, 21. August