Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft hat eindringlich vor einem zweiten Corona-Lockdown gewarnt. Ein erneutes Herunterfahren von öffentlichem Leben und Geschäftsleben wie im Frühjahr würde erheblich größere Schäden in der Wirtschaft und vor allem im Mittelstand zur Folge haben als beim ersten Mal, heißt es in einem „Brandbrief“ an Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder. Dieser wird in der kommenden „Focus“-Aufgabe veröffentlicht und lag der Deutschen Presse-Agentur vor.
Viele Betriebe hätten ihre finanziellen Reserven aufgebraucht und müssten bei einem zweiten Lockdown die „Hände heben“, heißt es. Ein „überzogener Infektionsschutz“ dürfe nicht wieder Vorrang vor dem Schutz von Wirtschaft und Wohlstand haben.
Bei einem zweiten Lockdown wäre auch der Staat finanziell überfordert, so der Verband. Er sieht die ökonomische Zukunftsfähigkeit Deutschlands in Gefahr, Millionen Arbeits- und Ausbildungsplätze stünden auf dem Spiel.