Letztes Update:
20200821041745

Reisewarnung für Teile Kroatiens trifft Tourismusbranche

17:40
20.08.2020
Die Reisewarnung des Auswärtigen Amtes für Teile des Urlaubslandes Kroatien ist ein weiterer Schlag für die Tourismusbranche. Auch wenn nur wenige Landesteile betroffen seien, „trifft diese Entscheidung sowohl Urlauber als auch die Reisebüros und Reiseveranstalter erneut“, sagte Norbert Fiebig, Präsident des Reiseverbandes DRV am Donnerstag. Vergangene Woche hatte die Bundesregierung bereits eine Reisewarnung für fast ganz Spanien einschließlich Mallorcas ausgesprochen. Das belastet die Branche ungleich stärker.

Zwar zählt Kroatien zu den beliebten Urlaubszielen der Bundesbürger im Ausland. Allerdings ist der Anteil von Individualreisenden vergleichsweise hoch.

Der DRV betonte, die Reisewarnung gelte nicht für den Großteil der touristischen Regionen, in denen deutsche Urlauber gerne unterwegs seien – wie etwa Istrien. „Dennoch gilt auch hier, dass sich Urlauber an die bekannten Abstands- und Hygieneregeln halten sollten.“

Wegen der gestiegenen Zahl von Corona-Neuinfektionen hat das Auswärtige Amt für zwei südliche Verwaltungsbezirke in Kroatien, die sogenannten Gespanschaften Šibenik-Knin sowie Split-Dalmatien eine Reisewarnung ausgesprochen. Zuvor hatte das bundeseigene Robert Koch-Institut (RKI) die Regionen als Corona-Risikogebiete eingestuft.

Fiebig mahnte, die Debatte um die steigenden Corona-Zahlen dürfe nicht auf Reiserückkehrer verengt werden. Zudem müsse zwischen Reisen zu Freunden und Familien in Länder wie den Kosovo, die Türkei, Kroatien oder Bulgarien und dem klassischen Pauschalreisetourismus unterschieden werden. „Der organisierte Tourismus ist nur in äußerst geringem Umfang von Corona-Infektionen betroffen. Den deutschen Reiseveranstaltern ist nur eine sehr geringe Anzahl an Fällen bekannt“, sagte Fiebig.

Max Seidenfaden

Umfrage: Mehrheit für strengere Beschränkungen bei Familienfeiern

16:44
20.08.2020
Um die Corona-Pandemie wieder einzudämmen, sind sechs von zehn Deutschen (60 Prozent) dafür, die Zahl der Gäste bei privaten Feiern wieder stärker als bisher zu beschränken. Dagegen sehen 37 Prozent laut dem neuen „Deutschlandtrend im ARD-Morgenmagazin“ dafür keine Notwendigkeit. Insbesondere ältere Bundesbürger über 65 Jahre sprechen sich demnach für eine stärkere Beschränkung aus (73:24 Prozent). Jüngere unter 40 Jahren seien dagegen uneins (49:48 Prozent). Keine Angaben machten 3 Prozent.

Mit dem erneuten Anstieg der Corona-Infektionen ist auch die Angst vor einer Ansteckung gewachsen, wie die Umfrage weiter ergeben hat. Aktuell äußern demnach 34 Prozent sehr große oder große Sorgen, dass sie sich selbst oder Familienmitglieder mit dem Virus infizieren könnten. Am 6. August hatten sich 28 Prozent besorgt gezeigt. Allerdings machen sich aktuell zwei Drittel (66 Prozent) der Befragten geringe oder gar keine Sorgen.

In der Umfrage wurden auch die Parteipräferenzen der Wähler abgefragt. Im Vergleich zum „Deutschlandtrend“ vom 6. August gewinnen SPD und Linke jeweils einen Prozentpunkt. Union, AfD und Grüne verlieren jeweils einen Prozentpunkt. Der Stimmenanteil für die FDP bleibt unverändert.

Wenn am Sonntag Bundestagswahl wäre, käme die Union (CDU/CSU) demnach auf 37 Prozent der Wählerstimmen. Die Grünen wären mit 17 Prozent zweitstärkste Kraft. Für die SPD würden sich 16 Prozent entscheiden, für die AfD 10 Prozent. Die Linke käme auf 8 Prozent der Stimmen, die FDP auf 6 Prozent.

Jan-Felix Jasch