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29 neue Corona-Infizierte in Hamburg

13:46
19.08.2020
Die Zahl der registrierten Corona-Infizierten in Hamburg ist bis Mittwoch um 29 gestiegen. Am Vortag waren es 26 neue Fälle, wie die Gesundheitsbehörde mitteilte. Seit Beginn der Pandemie wurden damit in Hamburg 5953 Menschen positiv auf das Virus getestet. Rund 5200 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden.

In Hamburger Krankenhäusern werden 19 Covid-19-Patienten behandelt (Stand: Dienstag 14.00 Uhr), vier mehr als am Vortag. Unverändert liegen acht von ihnen auf Intensivstationen. Letzten Angaben des Instituts für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf zufolge starben in Hamburg bisher 231 Menschen im Zusammenhang mit Covid-19. Diese Zahl ist seit Wochen unverändert.

Hamburg liegt nach wie vor deutlich unter der Grenze von 50 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen, die neue Beschränkungen nach sich ziehen könnte. Gegenwärtig beträgt der Wert unverändert zum Vortag 10,1. Eigentlich wäre die Gesamtzahl aller positiv getesteten Hamburger auf 5955 gestiegen. Da jedoch zwei Fälle mit Meldedaten 11. und 12. August den Angaben zufolge aus der Statistik gelöscht wurden, bleibt es bei 5953 Fällen.

Kurzarbeit gesunken, aber weiter auf hohem Niveau

13:28
19.08.2020
Nach der Öffnung von Läden und Gaststätten ist die Kurzarbeit in Deutschland im Juli deutlich gesunken, mit 5,6 Millionen Betroffenen aber weiterhin auf sehr hohem Niveau. Wie das ifo-Institut am Mittwoch mitteilte, sinkt die Kurzarbeit in der Industrie nur langsam. Im Maschinenbau und in der Elektroindustrie hat sie im Juli sogar noch zugenommen.

Bundesweit sei im vergangenen Monat jeder siebte sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Kurzarbeit gewesen, mit durchschnittlich 43 Prozent weniger Arbeitszeit. Am stärksten betroffen ist weiterhin das Gastgewerbe. Dort sank die Zahl der Kurzarbeiter zwar um ein Drittel auf 465 000 - aber das sind immer noch 42 Prozent der Beschäftigten in dieser Branche. Im Handel ging die Zahl der Kurzarbeiter ebenfalls sehr stark zurück auf 637 000.

In der Industrie waren im Juli 2,12 Millionen Beschäftigte in Kurzarbeit. Der Anteil der Kurzarbeiter sank damit von 33 auf 30 Prozent. Deutlich höher ist der Anteil in der Metall- und Elektroindustrie, im Fahrzeugbau und im Maschinenbau. Den Anstieg im Maschinenbau und in der Elektroindustrie im Juli erklären die Wirtschaftsforscher mit der „schlechten Nachfrage aus dem In- und Ausland“.

Am geringsten sind die Beschäftigten von Banken und Versicherungen sowie im Grundstücks- und Wohnungswesen betroffen: Gerade mal drei Prozent arbeiten kurz.

Im Ländervergleich hat Bayern die meisten Kurzarbeiter - laut ifo-Institut Folge seines hohen Industrieanteils, vor allem in der Autobranche samt Zulieferern. Im Freistaat waren im Juli 1,18 Millionen Menschen oder 21 Prozent der Beschäftigten in Kurzarbeit - mehr als im bevölkerungsreicheren Nordrhein-Westfalen mit 1,08 Millionen Kurzarbeitern (16 Prozent) und in Baden-Württemberg mit 900 000 Kurzarbeitern (19 Prozent). In Regionen mit wenig Industrie gab es weit weniger Kurzarbeit. Am niedrigsten war der Anteil in Sachsen-Anhalt und Thüringen mit 12 Prozent.