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20200820042920

Kommerzielles Corona-Testzentrum am Hamburger Flughafen

12:33
19.08.2020
Am Hamburger Flughafen ist am Mittwoch ein kommerzielles Covid-19-Testzentrum eröffnet worden. Das Angebot richtet sich an Reiserückkehrer aus Ländern, die vom Robert Koch-Institut als Nicht-Risikogebiet eingestuft sind und an Passagiere, die ihre Reise von Hamburg aus antreten und ein Zertifikat in ihrem Zielland benötigen. Das teilte das Unternehmen Centogene mit, das das Testzentrum in Kooperation mit der Lufthansa betreibt. Auch Bürger aus Hamburg und Umgebung, die sich testen lassen wollen, können dies hier tun.

Alle Reisenden können sich täglich von 6.00 bis 20.00 Uhr im zentral am Terminal 1 gelegenen Abstrichzentrum testen lassen. Alle Getesteten erhalten nach einem Rachenabstrich den Angaben zufolge in der Regel innerhalb von 24 Stunden ihr Testergebnis über eine sichere, webbasierte Lösung. Für Reiserückkehrer sind die Tests den Angaben zufolge kostenlos, Abfliegende zahlen 59 Euro. Von Ende des Monats an sollen auch Schnelltests angeboten werden, die innerhalb von sechs Stunden ein Ergebnis anzeigen; diese kosten 139 Euro.

Am Flughafen gibt es bereits ein im „Terminal Tango“ außerhalb des eigentlichen Flughafengebäudes gelegenes Testzentrum, das vom Deutschen Roten Kreuz betrieben wird. Dort hatten sich lange Schlangen gebildet, wenn viele Maschinen aus Risikoländern landeten.

Lehrerverband: Schulen in Niedersachsen schlecht vorbereitet

11:29
19.08.2020
Gut eine Woche vor Beginn des neuen Schuljahres in Niedersachsen sieht ein großer Lehrerverband die Schulen schlecht vorbereitet auf Regelunterricht unter Corona-Bedingungen. Von einer sicheren Rückkehr zu einem Normalbetrieb könne unter den derzeitigen Umständen keine Rede sein, teilte der Philologenverband Niedersachsen am Mittwoch in Hannover mit.

Viele Schulen könnten die behördlichen Vorgaben zum Gesundheitsschutz nicht erfüllen, sagte der Vorsitzende Horst Audritz. Die Belüftung der Unterrichtsräume sei problematisch, ebenso die öffentliche Schülerbeförderung. Es fehle an Hilfen der Schulträger, also der Kommunen. „Sofern die Schulträger nicht das umsetzen können, was erforderlich ist, ist das Land in der Pflicht, Abhilfe zu schaffen“, forderte Audritz.

Dabei lasse die steigende Zahl von Infektionen und das Aussetzen geplanter Lockerungen in Niedersachsen sogar befürchten, dass die Hygieneauflagen noch verschärft werden müssen. Der Philologenverband forderte die Einrichtung eines ständigen Krisenstabs für das Schulwesen mit Beteiligung von Lehrern, Schülern und Eltern in der Corona-Pandemie.

Nach den Sommerferien soll der Unterricht in Niedersachsen am kommenden Donnerstag (27. August) wieder beginnen. Im einflussreichen Philologenverband sind vor allem Lehrkräfte an Gymnasien organisiert.