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Höchster Wert seit Mai: 1510 registrierte Corona-Neuinfektionen

04:19
19.08.2020
Das Robert Koch-Institut hat die höchste Zahl an Neuinfektionen in Deutschland seit mehr als drei Monaten registriert. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland 1510 neue Corona-Infektionen gemeldet. Dies geht aus den Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom frühen Mittwochmorgen hervor. Höher lag die Zahl zuletzt am 1. Mai mit 1639 registrierten Neuinfektionen. Der Höhepunkt bei den täglich gemeldeten Neuansteckungen hatte Anfang April bei mehr als 6000 gelegen, danach waren die Werte deutlich gesunken. Seit Ende Juli steigt die Zahl der Nachweise wieder an.

Direkte Rückschlüsse auf das Infektionsgeschehen lässt der aktuelle Anstieg der Fallzahlen allerdings nicht zu, da zuletzt auch die Zahl der durchgeführten Tests immens erhöht wurde. Die steigenden Fallzahlen seien derzeit aber nicht nur mit dem vermehrten Testaufkommen zu erklären, hatte das RKI vor einigen Tagen mitgeteilt. Epidemiologie-Professor Gérard Krause vom Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig sagte: „Der Anstieg der positiven Tests ist nicht allein dem Anstieg der Testungen geschuldet.“

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 226.914 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen im Internet meldete (Datenstand 19.8., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion liegt nach RKI-Angaben bei 9243. Seit dem Vortag wurden sieben Todesfälle mehr gemeldet. Bis Mittwochmorgen hatten etwa 203.900 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen in Deutschland laut Mitteilung vom Dienstag bei 1,06 (Vortag: 1,11). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI einen sogenannten Sieben-Tage-R-Wert an. Er bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Dienstag bei 1,05 (Vortag: 1,04). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor acht bis 16 Tagen.

Corona-Pandemie erneut im Zentrum der Hamburger Bürgerschaft

04:14
19.08.2020
Im Zentrum der ersten Bürgerschaftssitzung nach der Sommerpause steht am Mittwoch (13.30 Uhr) einmal mehr die Corona-Pandemie. In einer Aktuellen Stunde beschäftigen sich die Abgeordneten zunächst mit den Vorsichtsmaßnahmen an Hamburgs Schulen. Die CDU-Opposition hat ihren Antrag zur Debatte mit „Spitzenreiter bei Corona-Neuinfektionen: Risikopatient Schule - was hat der Schulsenator (Ties Rabe/SPD) die letzten fünf Monate gemacht?“ überschrieben. Über das gleiche Thema, allerdings aus einem anderen Blickwinkel, will die SPD-Regierungsfraktion sprechen. Sie hat ihrem Antrag den Titel gegeben „Gesundheit schützen, Eltern entlasten, Bildungsgerechtigkeit sichern: Hamburg bewältigt die Corona-Pandemie und macht Regelunterricht möglich“.

Die AfD-Fraktion möchte noch einmal über den Umtrunk von Innensenator Andy Grote (SPD) sprechen, den er im Juni anlässlich seiner Wiederernennung zum Senator mit 30 Freunden und Bekannten in einer Bar veranstaltet hatte und der ihm letztlich wegen des Verstoßes gegen die Corona-Auflagen ein Bußgeld von 1000 Euro einbrachte. Alle Oppositionsfraktionen haben bereits den Rücktritt oder die Entlassung Grotes gefordert. Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) lehnt dies nach wie vor ab.