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20200814130208

Philippinen machen neben Masken auch Gesichtsvisiere obligatorisch

12:29
14.08.2020
Doppelt hält besser: Die Philippinen machen am Arbeitsplatz und in öffentlichen Verkehrsmitteln neben Masken auch Plastikvisiere verpflichtend. Die neue Regel zur Eindämmung des Coronavirus tritt ab Samstag in Kraft, teilte die Regierung am Freitag mit. Der zusätzliche Gesichtsschutz dürfe nur entfernt werden, wenn die Arbeit dies unbedingt erfordere oder wenn die Sicherheit und Gesundheit der Mitarbeiter dies nötig mache. In öffentlichen Verkehrsmitteln gilt die Maßnahme sowohl für Passagiere als auch für den Fahrer.

„Menschen, die zur Arbeit gehen, sind die Treiber von Infektionen. Wenn sie nach Hause gehen, bringen sie das Virus mit“, sagte Maria Rosario Vergeire, Unterstaatssekretärin für Gesundheit. Der südostasiatische Inselstaat ist in der Region das am schwersten von Sars-CoV-2 betroffene Land. Am Freitag meldeten die Behörden mehr als 6200 neue Infektionen. Die Gesamtzahl der bestätigten Fälle liegt bei über 153 000, bei mehr als 2400 Todesfällen. Die Philippinen hatten 2018 rund 106,7 Millionen Einwohner.

Patrick Reichelt

Mehr E-Books in der Corona-Krise

12:17
14.08.2020
Die Corona-Pandemie lässt den E-Book-Markt in Deutschland wachsen. Wie der Börsenverein des Deutschen Buchhandels am Freitag in Frankfurt mitteilte, stieg der Umsatz mit elektronischen Büchern am Publikumsmarkt im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 17,8 Prozent. Der Absatz kletterte von 16,3 auf 18,8 Millionen verkaufte Exemplare. Damit entfielen in den ersten sechs Monaten dieses Jahres 7,5 Prozent des gesamten Umsatzes auf dem Publikumsbuchmarkt auf E-Books. „Ein Vergleich der ersten beiden Quartale 2020 zeigt, dass das Wachstum ausschließlich aus der Zeit nach Beginn der Einschränkungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie stammt“, analysierte der Börsenverein.

Patrick Reichelt

Apfelbauern sorgen sich wegen der Corona-Krise um ihre Ernte

11:52
14.08.2020
Die Landwirte in den größten Apfelanbaugebieten in Deutschland bangen aufgrund der Corona-Krise um ihre Ernte. „Die Sorge ist sehr groß“, sagte der Vorsitzende der Obstregion Bodensee, Thomas Heilig. Zum einen sei noch nicht hundertprozentig sicher, ob die Erntehelfer - die meisten stammen aus osteuropäischen Ländern - überhaupt einreisen dürften. Beispielsweise zählten einige Regionen in Bulgarien und Rumänien derzeit zu den Risikogebieten.

Zudem müssten die Landwirte einen hohen Aufwand betreiben, um die geltenden Vorschriften zum Schutz vor Covid-19 einzuhalten. So dürfen etwa in den Unterkünften nur halb so viele Erntehelfer untergebracht werden. Er selbst setze auf angemietete Container, sagte Heilig. Nach Angaben des baden-württembergischen Landesbauernverbandes werden zur Apfelernte allein am Bodensee rund 8000 Erntehelfer erwartet.

Auch in Niedersachsen wird die Ernte in diesem Jahr spürbar von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt sein. „Es ist eine angespannte, ungewohnte Situation“, sagte der Vorsitzende der Fachgruppe Obstbau beim niedersächsischen Landvolk, Ulrich Buchterkirch. Natürlich gebe es die Angst vor einem Infektionsfall und den daraus folgenden Konsequenzen. Trotz Virus-Krise rechnet er aber trotzdem mit einer durchschnittlichen Ernte.

Patrick Reichelt