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20200812190945

Zwangspause: Fristgerechte Fitnessstudio-Kündigung bleibt wirksam

11:28
12.08.2020
Fitnessstudios dürfen Verträge nicht einfach einseitig verlängern. Die Corona-Zwangspause ist kein Grund, die ausgefallenen Zeiten ohne Rücksprache mit dem Kunden an das Ende der eigentlichen Laufzeit zu hängen, erklärt die Verbraucherzentrale Bremen. Es muss dem Kunden freistehen, ob er einer solchen kostenpflichtigen Verlängerung zustimmt oder nicht.

Kündigungen zum ursprünglichen Vertragsende müssen Betreiber daher akzeptieren, wenn sie fristgemäß erfolgt sind. Mit Ende der vereinbarten Vertragslaufzeit fällt auch die Beitragspflicht des Kunden weg. Wer die Beiträge im Lastschriftverfahren bezahlt, sollte sicherheitshalber die Einzugsermächtigung widerrufen und zu Unrecht eingezogene Beträge über die Bank zurückbuchen lassen.

Grundsätzlich sollten Verbraucher alle Vereinbarungen mit dem Fitnessstudio schriftlich festhalten. Wer kündigt, sollte das Schreiben zur Beweissicherung per Einwurf-Einschreiben versenden oder den Brief direkt abgeben und sich den Empfang quittieren lassen.

Vanessa Ranft

Österreich veröffentlicht wöchentlich Corona-Testzahlen in Hotels

10:56
12.08.2020
Nach Kritik an Österreichs Corona-Testprogramm im Tourismus werden Testzahlen aus Hotels und Pensionen nun jede Woche im Internet veröffentlicht. Seit Beginn des Programms im Juli seien 65.002 Tests in 2256 Beherbergungsbetrieben durchgeführt worden, teilte das Tourismusministerium in Wien am Mittwoch mit. Die Zahl der positiven Tests wird nicht genannt.

Im Rahmen des Programms „Sichere Gastfreundschaft“ können sich Mitarbeiter im Hotelgewerbe freiwillig bis zu einmal die Woche auf den Erreger Sars-CoV-2 testen lassen. Die Wirtschaftskammer (WKÖ) lobte die Veröffentlichung der Testzahlen als „starkes Signal an unsere in- und ausländischen Gäste“. Laut WKÖ arbeiteten im Juni rund 79.000 Menschen in den etwa 15 000 Betrieben der Hotelbranche.

Bei der Vorstellung des laut Ministerium europaweit einzigartigen Programms war von 65.000 Tests pro Woche die Rede gewesen. Der langsame Start hatte für Kritik gesorgt, insbesondere nach einem Corona-Ausbruch im Ferienort St. Wolfgang am Wolfgangsee. Dort waren im Juli nach Ansteckungen unter Hotelpraktikanten mehr als 100 Menschen erkrankt.

In Österreich wurden am Mittwoch 194 neue Coronavirus-Fälle seit dem Vortag gemeldet, davon 91 in Wien. Mehr als 1400 Menschen gelten als aktiv erkrankt. 118 Patienten sind im Krankenhaus, 25 von ihnen auf der Intensivstation.

Vanessa Ranft

Maskenpflicht gilt ab sofort überall in Brüssel

10:26
12.08.2020
Wegen stark steigender Coronavirus-Infektionen muss in der belgischen Hauptstadt Brüssel ab sofort überall in der Öffentlichkeit ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. Die Regel gelte für alle Personen, die älter als zwölf Jahre sind, teilte der Ministerpräsident der Region Brüssel-Hauptstadt, Rudi Vervoort, am Mittwoch mit. Grund sei, dass die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen sieben Tagen die Schwelle von 50 pro 100.000 Einwohner überschritten habe. Zuletzt lag der Wert bei 54,4.

Brüssel löst somit die belgische Provinz Antwerpen als belgischen Corona-Hotspot ab. Dort waren die Regeln bereits Ende Juli deutlich verschärft worden. Mittlerweile sind die Ansteckungszahlen dort wieder rückläufig. Das Auswärtige Amt rät von nicht notwendigen touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen ab.

Ausnahmen von der Maskenpflicht in Brüssel soll es beim Sport sowie bei intensiver körperlicher Arbeit auf öffentlichen Straßen geben. Ebenso sind Personen ausgenommen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können. Die neuen Regeln sollen von der Polizei kontrolliert werden. Sie gelten in der gesamten Öffentlichkeit sowie an privaten Orten, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Bislang musste in Brüssel nur auf ausgewählten Plätzen und Straßen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden.

Die Maßnahme war bereits in der Vorwoche für den Fall angekündigt worden, dass der Wert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche überschritten wird. Sie wurde mit den Bürgermeistern der 19 Brüsseler Kommunen abgestimmt.

Vanessa Ranft