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20200812190945

Industrie in Eurozone erholt sich weiter vom Corona-Einbruch

09:33
12.08.2020
Die Industrieunternehmen in der Eurozone haben sich im Juni weiter von dem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Die Industrieproduktion stieg um 9,1 Prozent gegenüber dem Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat am Mittwoch in Luxemburg mitteilte. Im Mai war die Produktion um revidierte 12,3 Prozent (zunächst 12,4 Prozent) gestiegen. Im März und April war die Produktion wegen der Pandemie drastisch zurückgegangen.

Wie schwer die Krise immer noch wiegt, zeigt der Jahresvergleich. Im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat fiel die Produktion im Juni um 12,3 Prozent. Im Mai war sie noch um revidierte 20,4 Prozent (zunächst 20,9 Prozent) gefallen.

Die stärksten Rückgänge im Jahresvergleich wurden in Portugal (-14,8 Prozent), Deutschland und Spanien (je -14,1 Prozent) und Italien (-13,7 Prozent) registriert. Ein Anstieg von 4,5 Prozent wurde in Irland beobachtet.

Vanessa Ranft

Erste Corona-Hilfen zurückgezahlt - weiter hohe Kreditnachfrage

09:00
12.08.2020
Etliche kleinere Firmen in Niedersachsen kommen nach den ersten Monaten der Corona-Krise wieder besser zurecht und haben Teile der staatlichen Soforthilfen inzwischen zurückgezahlt. Gleichzeitig bleibt der Bedarf an Krediten zur Überbrückung von Geschäftseinbußen allerdings hoch, vor allem im Mittelstand.

Nach Angaben der landeseigenen NBank flossen mittlerweile etwa 20 Millionen Euro aus den Programmen zur akuten Unterstützung zurück. Diese Summe verteile sich auf gut 3500 niedersächsische Betriebe, hieß es am Dienstag aus dem Institut in Hannover. Zuvor hatte auch die „Nordwest-Zeitung“ über die aktuellen Zahlen berichtet. Es handelt sich bei dieser Hilfskategorie zwar prinzipiell um Zuschüsse - diese sind jedoch an die Dauer der tatsächlichen Bedürftigkeit gebunden. „Jeder frühere Antragsteller muss seine Einnahmen- und Kostenentwicklung im Blick haben, so dass er Hilfen zurückerstatten kann, wenn sie nicht mehr nötig sind“, erklärte die Bank.

Die insgesamt ausgezahlten Corona-Zuschüsse bewegten sich im Land seit Ende Juni bei etwas mehr als 900 Millionen Euro - es sind keine Anträge mehr möglich. Anders bei Darlehen, wo es weiter staatliche Unterstützung gibt: An Krediten wurde in Niedersachsen mittlerweile eine Gesamtsumme von 389 Millionen Euro bewilligt, noch einmal ein leichter Zuwachs gegenüber den 331 Millionen Euro bis Ende Juni.

Außerdem gibt es nun auch sogenannte Überbrückungshilfen, die sich primär an mittelgroße Betriebe richten. Die Beantragung geht zunächst über Steuerberater- oder Anwaltskanzleien, die NBank übernimmt dann die Umsetzung und Auszahlung. Bisher wollten von diesen Bundeshilfen rund 2500 niedersächsische Unternehmen Gebrauch machen. In etwa 10 Prozent der Fälle seien bereits Auszahlungen angewiesen worden.

Vanessa Ranft