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Niedersachsen plant Maskenkontrollen in Bus und Bahn

15:00
07.08.2020
Niedersachsen plant angesichts der Corona-Pandemie Schwerpunktkontrollen zur Überwachung der Maskenpflicht in Bus und Bahn. Sie bereiten derzeit die Ministerien für Verkehr und Inneres vor. Polizei und kommunale Ordnungsämter sollen in Absprache mit den Verkehrsunternehmen für wirksame Kontrollen sorgen, wie Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) am Freitag in Hannover ankündigte. „Wir können es nicht hinnehmen, dass im ÖPNV Gesundheit gefährdet und das Sicherheitsbedürfnis vieler Fahrgäste missachtet wird.“

Immer wieder hatten sich Fahrgäste über einen laxen Umgang mit der Maske durch einzelne Mitreisende oder bestimmte Gruppen beklagt. Das gelte insbesondere in den Ballungsräumen, stellte Althusmann fest. Die Durchsetzung der Maskenpflicht sei in der Praxis schwierig und könne nicht Busfahrern und Fahrkartenkontrolleuren allein überlassen werden. Angesichts steigender Neuinfektionszahlen plant Niedersachsen wie schon Nordrhein-Westfalen ein Bußgeld für Maskenverweigerer in öffentlichen Verkehrsmitteln in Höhe von 150 Euro.

Ein höheres Bußgeld allein helfe aber wenig, sagte der Minister. Das Verkehrsministerium unterstütze deshalb mit den anderen Bundesländern die gerade gestartete bundesweite Öffentlichkeitskampagne der Verkehrsunternehmen „#BesserWeiter“ und setze parallel auf stärker wahrnehmbare gemeinsame Kontrollaktivitäten.

Jan-Felix Jasch

80 neue Corona-Fälle in Hamburg - darunter viele Werftarbeiter

14:27
07.08.2020
In Hamburg ist die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen noch einmal deutlich gestiegen. Sie kletterte seit Donnerstag um 80 Fälle. Das sagte ein Sprecher der Gesundheitsbehörde am Freitag. Höher war der Zuwachs zuletzt am 18. April, als 102 neue Fälle gemeldet wurden.

Bei der Hamburger Werft Blohm+Voss waren bei Tests für die gesamte Belegschaft 78 Beschäftigte positiv auf das Coronavirus getestet worden. 42 von ihnen haben nach Angaben der Gesundheitsbehörde einen Hamburger Wohnsitz und fließen demnach in die Statistik der Hansestadt ein. Zudem seien Reiserückkehrer unter den neuen Fällen. „Sie kommen aus Slowenien, Tschechien, Kosovo, Kroatien und Indonesien“, sagte der Sprecher.

In Hamburger Krankenhäusern werden - Stand Donnerstagnachmittag - den Angaben zufolge 20 Menschen mit dem Coronavirus behandelt. Acht von ihnen liegen auf Intensivstationen.

Seit Beginn der Pandemie wurden damit 5609 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen als genesen angesehen werden. Laut Institut für Rechtsmedizin am Universitätsklinikum Eppendorf starben in Hamburg bisher 231 Menschen an Covid-19. Das RKI, das unabhängig von der Todesursache alle mit dem Virus infizierten Toten erfasst, kommt auf 262 Opfer.

Jan-Felix Jasch