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Trotz Corona-Symptomen draußen: Singapurer muss zwei Wochen in Haft

08:41
07.08.2020
In Singapur ist ein Mann zu zwei Wochen Gefängnis verurteilt worden, weil er trotz angeordneter Quarantäne wegen Covid-19-Symptomen seine Wohnung verlassen hatte. Der 47-Jährige hatte Ende April eine Klinik aufgesucht und über Husten und Schmerzen geklagt. Dort habe er neben eines ärztlichen Attests auch eine so genannte „Stay-Home Notice“ (SHN) erhalten, berichtete die Zeitung „Straits Times“ am Freitag unter Berufung auf das Gericht. Darin sei er aufgefordert worden, drei Tage lang unter keinen Umständen sein Haus zu verlassen - lediglich Arztbesuche wären gestattet gewesen.

Der Singapurer habe seine Wohnung hingegen vier Mal verlassen, um verschiedene Besorgungen zu erledigen. Damit habe er andere Menschen in dem südostasiatischen Stadtstaat einem Infektionsrisiko ausgesetzt, so der zuständige Richter. Der Angeklagte war anhand der aufgezeichneten Zugangsdaten zu seinem Wohnhaus überführt worden und hatte sich daraufhin schuldig bekannt.

Dabei hatte er noch Glück, denn gemäß der Gesetze in Singapur drohte eine wesentlich höhere Strafe: Für jedes seiner Vergehen habe der Mann bis zu sechs Monaten Haft und 10.000 Dollar (8400 Euro) Strafe riskiert, hieß es.

Stefanie Heitmann

Höchste Corona-Neuinfektionsrate im Libanon

08:18
07.08.2020
Im Libanon sind an einem Tag 255 neue Corona-Infektionen und zwei Todesfälle verzeichnet worden. Das ist der höchste verzeichnete Anstieg binnen 24 Stunden, wie die staatliche libanesische Nachrichtenagentur NNA (Donnerstagabend) unter Berufung auf das nationale Katastrophenmanagement berichtete.

Gesundheitsminister Hamad Hassan hatte zuvor vor einem möglichen drastischen Anstieg der Infektionszahlen in den kommenden zehn Tagen gewarnt. Hintergrund ist die völlige Überlastung des Gesundheitswesens, das zusätzlich zur Corona-Krise nach der schweren Explosion im Beiruter Hafen die Versorgung von mehr als 5.000 Verletzten bewältigen muss. Hassan kündigte an, einen Teil der Krankenhäuser in ländlichen Gebieten für die Versorgung von Covid-19-Patienten bereitzustellen.

Insgesamt haben sich laut Medienberichten seit Beginn der Pandemie knapp 5.700 Menschen infiziert; 70 Menschen starben. 

Patrick Reichelt

Mehr als 50.000 Corona-Todesopfer in Mexiko

07:36
07.08.2020
Mexiko hat als drittes Land der Welt die Marke von 50.000 registrierten Todesfällen im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 überschritten. Die Zahl stieg nach Angaben des Gesundheitsministeriums von Donnerstag (Ortszeit) im Vergleich zum Vortag um 819 auf 50.517. Knapp eine Woche zuvor hatte Mexiko Großbritannien überholt und war weltweit auf die dritte Stelle vorgerückt. Auf Platz eins bei den Todesopfern stehen nach Statistiken der Johns-Hopkins-Universität die USA mit mehr als 160 000, gefolgt von Brasilien mit mehr als 98.000.

Die offizielle Zahl der bestätigten Infektionen mit dem Coronavirus liegt in Mexiko inzwischen bei 462.690 - laut Johns-Hopkins-Universität die sechstmeisten eines Landes.

Die Sterblichkeitsrate relativ zur Zahl der Infektionen ist demnach mit 10,9 Prozent die siebthöchste der Welt. Pro 100.000 Einwohner belegt der 130-Millionen-Einwohner-Staat demnach mit 39,38 Todesopfern den 13. Platz. Mexiko testet im internationalen Vergleich äußerst wenig auf den Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Stefanie Heitmann