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Madrids umstrittene Corona-Kampagne: Einäscherung wärmer als Maske

13:53
06.08.2020
Eine Kampagne, mit der die spanische Hauptstadt Madrid ihre Bürger zur ständigen Einhaltung der Maskenpflicht zu bewegen versucht, hat erhebliche Aufregung ausgelöst. Das ebenso umstrittene wie eindrucksvolle Video „Protégete, protégenos!“ (Beschütze dich, beschütze uns!) zeigt am Ende eine Feuerbestattung und warnt die Maskenverweigerer: „Einäscherungsofen: 980 Grad. Es gibt Dinge, die mehr Hitze verursachen als eine Schutzmaske“.

Die sei „sehr schlechter Geschmack“ und „pietätlos“, klagten Nutzer von sozialen Netzwerken. Einige Medien bezeichneten die Kampagne als „hart“ und „brutal“ - aber Teilnehmer von TV-Talkshows entgegneten, die Sensibilisierung der Menschen sei angesichts des Anstiegs der Neuinfektionen und der unverantwortlich laschen Einstellung vieler Menschen nötig.

In Madrid halten sich zwar nahezu alle an die auch im Freien geltende Pflicht zum Tragen von Mund- und Nasenschutz. Aber in Kneipen und Restaurants und bei abendlichen Treffen größerer Gruppen im öffentlichen und privaten Raum ist vor allem bei Jüngeren ein zunehmend eher unvorsichtiges Verhalten zu sehen.

Viele klagen, bei Temperaturen, die in Madrid im Sommer fast täglich die 35 Grad überschreiten, sei das Tragen einer Maske im Freien Folter - vor allem dann, wenn man den gesetzlich vorgeschriebenen Mindestabstand von eineinhalb Metern einhalten könne. Die Antwort im Video: „Deine Wohnung im Sommer: 32 Grad. Biere mit Freunden: 30 Grad. Disko: 28 Grad. Krankenhaus: 25 Grad. Intensivstation: 22 Grad. Einäscherungsofen: 980 Grad.“

Jan-Felix Jasch

41 weitere Corona-Fälle in dänischem Schlachtbetrieb bestätigt

13:29
06.08.2020
In einem Schlachtbetrieb in Dänemark sind 41 weitere Mitarbeiter positiv auf das Coronavirus getestet worden. Damit ist die Zahl der bestätigten Corona-Fälle in dem Betrieb im dänischen Ringsted in den vergangenen drei Tagen von 79 auf 120 gestiegen, wie der Fleischverarbeiter Danish Crown am Donnerstag auf seiner Webseite mitteilte. Als Reaktion darauf werde man nun noch intensiver testen als bisher geplant, hieß es. Alle Mitarbeiter sollten nun zweimal wöchentlich auf das Virus getestet werden.

Danish Crown war vor anderthalb Wochen über einen ersten Corona-Fall unter den rund 850 Mitarbeitern in Ringsted informiert worden. In dem dortigen Betrieb werden wöchentlich normalerweise rund 35 000 Schweine geschlachtet, was nun aber deutlich zurückgefahren wurde.

Jan-Felix Jasch

Nach Ägypten fordert auch Tunesien Ende der Reisewarnung

13:15
06.08.2020
Nach der teilweisen Aufhebung der Reisewarnung für die Türkei verlangt neben Ägypten nun auch Tunesien eine solche Entscheidung für seine Urlaubsgebiete. Der Geschäftsträger der tunesischen Botschaft in Berlin, Chiheb Chaouch, begründete die Forderung am Dienstag mit der „ausgezeichneten Bilanz“ seines Landes bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie. „Wir hoffen daher, dass das Auswärtige Amt auch Tunesien in eine Liste von Ländern außerhalb der Europäischen Union und des Schengen-Raums einordnet, die ein sicheres Ziel für die deutschen Reisenden sind“, sagte er auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur. „Wir hoffen, dass deutsche Touristen Tunesien besuchen werden.“

Am Dienstag hatte das Auswärtige Amt die seit Mitte März geltende Reisewarnung wegen der Corona-Pandemie erstmals für Regionen außerhalb Europas aufgehoben. Für vier Urlaubsgebiete im asiatischen Teil der Türkei gilt sie nun nicht mehr: Antalya, Izmir, Aydin und Mugla. Das hatte bereits den ägyptische Botschafter in Berlin, Khaled Galal Abdelhamid, dazu veranlasst, einen solchen Schritt auch für sein Land zu fordern. Nun folgt mit Tunesien ein weiteres nordafrikanisches Land mit dieser Forderung.

Jan-Felix Jasch