Letztes Update:
20200806123535

Corona in St. Wolfgang: 107 Fälle - keine ausländischen Fälle bekannt

11:49
06.08.2020
Durch den Corona-Ausbruch im österreichischen Ferienort St. Wolfgang sind bislang wohl 107 Menschen erkrankt. Das ergab eine Analyse der österreichischen Gesundheitsbehörden, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Dabei handelt es sich um Mitarbeiter und Anwohner, aber auch um österreichische Touristen. Zuletzt hatten örtliche Behörden nur 79 Fälle zum Ausbruch gezählt, dabei aber nicht alle Diagnosen in anderen Teilen Österreichs einberechnet.

Unter ausländischen Gästen sei bislang trotz internationaler Kontakt-Nachverfolgung kein Fall gefunden worden, erklärte das Gesundheitsministerium. Die Ausbreitung sei durch rasches Testen und Absondern von Kontaktpersonen unter Kontrolle gebracht worden, teilte das Gesundheitsministerium mit.

Die Epidemiologen zählen nun insgesamt 107 laborbestätigte Covid-19-Patienten, die sich im Juli in St. Wolfgang aufhielten. Bei 103 von ihnen habe es nachvollziehbaren direkten Kontakt zu betroffenen Orten oder Erkrankten - etwa als Hotelpersonal, Gast oder als Familienangehörige - gegeben. Zwei der Fälle kamen am Donnerstag nach erneuten Tests unter 401 Mitarbeitern betroffener Hotels und Gaststätten hinzu.

Jan-Felix Jasch

Polen plant Befreiung von Maskenpflicht nur mit Attest

11:38
06.08.2020
Vor dem Hintergrund steigender Zahlen nachgewiesener Corona-Infektionen will Polen künftig Bürger nur dann von der Maskenpflicht befreien, wenn sie ein entsprechendes Attest vorweisen können. Diese Regelung werde am 1. September in Kraft treten, sagte Vize-Gesundheitsminister Janusz Cieszynski am Donnerstag laut Nachrichtenagentur PAP.

„Nach Ansicht unserer Experten gibt es nicht viele medizinische Gegenanzeigen, die das Verdecken von Mund und Nase nicht erlauben“, so der Minister. Wer keine Maske trage, wo dies vorgeschrieben sei, müsse ein Attest dabei haben. In Polen gilt die Maskenpflicht in öffentlichen Verkehrsmitteln, in Restaurants, Geschäften und Museen.

Jan-Felix Jasch

Spahn zu DFL-Rückkehrkonzept: „Entscheidend ist auf dem Platz“

11:07
06.08.2020
Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat das Konzept zur Teilzulassung von Zuschauern in der Fußball-Bundesliga begrüßt, pocht aber auf passgenaue Corona-Schutz-Lösungen für jedes Stadion. Das Konzept der Deutschen Fußball Liga (DFL) etwa zu Abstandsregeln und der An- und Abreise sei „ein sehr gutes“, sagte der CDU-Politiker am Donnerstag in Berlin. Es komme aber auf die „gelebte Realität“ an und dass Konzepte mit örtlichen Behörden auf das jeweilige Stadion angepasst werden. „Entscheidend ist auf dem Platz.“ Beispielsweise mache es einen Unterschied bei der An- und Abreise, ob 5000 oder 30 000 Menschen im großen Dortmunder Stadion sitzen.

Spahn machte zugleich deutlich, dass in solche Konzepte nun nicht „zigtausende Tests“ einfließen könnten, um Zuschauer in Stadien zu ermöglichen. „Im Moment ist nicht die Zeit dafür.“ Testkapazitäten würden vor allem gebraucht, Personal im Gesundheitswesen, Menschen bei größeren Corona-Ausbrüchen oder Reiserückkehrer zu testen.

Jan-Felix Jasch