Letztes Update:
20200805202543

Deutsche Post steigert in Corona-Krise Umsatz und Gewinn

20:23
05.08.2020
Die Deutsche Post hat in der Corona-Pandemie im zweiten Quartal bei Umsatz und Gewinn zugelegt. Besonders der Bereich E-Commerce habe sich zwischen April und Ende Juni stark entwickelt, teilte der Logistikkonzern am Mittwoch in Bonn mit. Der Umsatz stieg demnach konzernweit um rund drei Prozent auf knapp 16 Milliarden Euro. Der auf die Aktionäre entfallende Gewinn lag bei 525 Millionen Euro nach 458 Millionen im Vorjahr. In beiden Fällen hatten Analysten weniger erwartet.

Eine neue Prognose und Eckdaten hatte der Konzern bereits im Juli veröffentlicht. Dabei hat der Konzern beim Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) die vorläufigen Zahlen leicht übertroffen. Der operative Gewinn stieg um fast 19 Prozent auf 912 Millionen Euro.

Auswärtiges Amt warnt vor Reisen in belgische Region Antwerpen

19:33
05.08.2020
Wegen eines deutlichen Anstiegs von Corona-Fällen warnt das Auswärtige Amt vor touristischen Reisen in die belgische Region Antwerpen. „Vor nicht notwendigen, touristischen Reisen in die Provinz Antwerpen wird aufgrund erneut hoher Infektionszahlen derzeit gewarnt“, teilte das Auswärtige Amt am Mittwoch auf seiner Internetseite mit.

Drosten: Bei zweiter Welle auf Infektionsgruppen konzentrieren

17:41
05.08.2020
Der Charité-Virologe Christian Drosten schlägt vor, sich nicht mehr auf einzelne Corona-Fälle, sondern auf Infektionsgruppen zu konzentrieren, sollte es in Deutschland zu einer zweiten Welle kommen. „Waren bisher die meisten Infektionsketten nachvollziehbar, können neue Fälle bald überall gleichzeitig auftreten“, schreibt Drosten in einem Beitrag für die Wochenzeitung „Zeit“. Dies könnte alle Landkreise und Altersgruppen betreffen. „Dann sind die personell schlecht ausgestatteten Gesundheitsämter endgültig damit überfordert, die Quarantäne jeder einzelnen Kontaktperson zu regeln“, so der Wissenschaftler.

Die Behörden sollten sich dann auf Gruppen konzentrieren, in denen sich viele Menschen mit dem Virus infiziert haben. Wenn sich ein Mitglied eines dieser sogenannten Cluster infiziert habe, könne auch eine Isolation von fünf Tagen ausreichen. Nötig sei eine entscheidende Strategieänderung: „eine Testung auf Infektiosität statt auf Infektion“. Eine niedrige Viruslast bedeute, dass ein Patient nicht mehr ansteckend sei.

Eva Przybyla