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20200805094158

Corona-Krise lässt Allianz-Gewinn einbrechen

09:42
05.08.2020
Die Corona-Pandemie hat die Allianz bislang mehr als eine Milliarde Euro gekostet. Im ersten Halbjahr ist der Gewinn des größten europäischen Versicherers im Jahresvergleich um knapp 29 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gesunken, wie Finanzvorstand Giulio Terzariol am Mittwoch in München berichtete. Ursache waren vor allem höhere Ausgaben in der Sparte Schaden- und Unfallversicherung. „Es wird kein Rekordjahr, das haben wir alle kapiert“, sagte Terzariol. Die Einnahmen des Konzerns dagegen blieben stabil bei 73,5 Milliarden Euro.

Die Kosten der Corona-Krise für das Unternehmen bezifferte der Finanzchef auf bisher 1,2 Milliarden Euro. Insgesamt sei es für die Allianz angesichts der Umstände ein „robustes“ Ergebnis. Im ersten Halbjahr erwirtschaftete der Münchner Konzern einen operativen Gewinn von knapp 4,9 Milliarden Euro, ein Minus von mehr als 20 Prozent. Im zweiten Quartal allein sank das operative Ergebnis etwas weniger kräftig um knapp 19 Prozent auf 2,5 Milliarden Euro.

Die Allianz hat drei Hauptgeschäftsfelder: Sachversicherungen, Leben und private Krankenversicherung sowie die Vermögensverwaltung. Corona macht sich in allen drei Feldern auf unterschiedliche Art bemerkbar.

Jan-Felix Jasch

Umfrage: Corona-Krise hat Lernzeit von Kindern halbiert

09:32
05.08.2020
Die Zeit, in der sich Kinder täglich mit Schule und Lernen beschäftigen, hat sich einer Umfrage zufolge während der coronabedingten Schulschließungen in etwa halbiert: Statt 7,4 Stunden waren es auf dem Höhepunkt der Krise nur noch 3,6 Stunden. Das geht aus einer am Mittwoch veröffentlichten bundesweiten Befragung des Ifo-Instituts von mehr als 1000 Eltern hervor.

Die fehlende Schule wurde durch das Lernen zu Hause also nicht annähernd kompensiert. Dagegen verbrachten Kinder und Jugendliche im Schnitt 5,2 Stunden mit Fernsehen, Computer- oder Handyspielen und sozialen Medien. Zuvor waren es 4 Stunden.

Auffällig ist: Bei Leistungsschwächeren ging die Zeit für Schule und Lernen stärker zurück - von 7,4 auf 3,4 Stunden. Bei Leistungsstärkeren waren es 7,5 und dann 3,9 Stunden. Dagegen stieg die Zeit, in der Leistungsschwächere mit Fernsehen, Computer- oder Handyspielen und sozialen Medien verbrachten, von 4,6 auf 6,3 Stunden. Bei Leistungsstärkeren war es ein Anstieg von 3,8 auf 4,8.

Unter dem Strich kamen die Familien in Deutschland der Befragung zufolge aber mehrheitlich gut mit den Schließungen zurecht, nämlich 86 Prozent. Allerdings gaben 38 Prozent der Befragten auch an, die Zeit sei für Kinder und Eltern psychisch belastend gewesen.

„Die Ergebnisse zeigen, wie wichtig es ist, dass wir unter Beachtung der Schutzmaßnahmen wieder zum normalen Schulunterricht zurückkehren. Wo Schließungen unvermeidlich sind, sollten die Schulen direkt auf Online-Unterricht umstellen„, sagte der Leiter des Ifo-Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann, bei der Vorstellung der Studie.

Jan-Felix Jasch