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Continental tief in den roten Zahlen

06:38
05.08.2020
Der Autozulieferer und Reifenhersteller Continental ist wegen der Corona-Krise auch unter dem Strich tief in die Verlustzone gerutscht. Der Nettoverlust betrug zwischen April und Ende Juni 741,1 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in Hannover mitteilte. Vor einem Jahr hatte Conti noch 484,8 Millionen Gewinn gemacht. „Im Tal der schlimmsten Wirtschaftskrise der Autoindustrie seit dem zweiten Weltkrieg haben wir besser abgeschnitten als unsere Märkte“, sagte Vorstandschef Elmar Degenhart laut Mitteilung.

Conti will auch angesichts des bereits bekannten Umsatzeinbruchs von 41,2 Prozent auf 6,62 Milliarden Euro weitermachen mit den Einsparungen. „Unser harter Tritt auf die Kostenbremse wirkt spürbar und schnell“, sagte Degenhart. Im zweiten Quartal habe Conti die Fixkosten gegenüber dem Vorjahreszeitraum um über 400 Millionen Euro gesenkt. Im Gesamtjahr sollen die ausgabewirksamen Fixkosten um insgesamt mehr als 5 Prozent zurückgehen, die Investitionen um über 25 Prozent.

Auf einen konkreten Jahresausblick verzichtet Conti weiter, auch im dritten Quartal dürfte die weltweite Fahrzeugproduktion um 10 bis 20 Prozent unter Vorjahr liegen. Im zweiten Quartal waren es laut Conti 45 Prozent.

Patrick Reichelt

Corona-Krise sorgt bei Allianz für Gewinneinbruch

05:58
05.08.2020
Hohe Schäden durch Betriebsunterbrechungen und den Ausfall von Veranstaltungen wegen der Corona-Pandemie haben der Allianz im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch eingebrockt. Der operative Gewinn sank im Jahresvergleich um 19 Prozent auf knapp 2,6 Milliarden Euro, wie der Dax-Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Unter dem Strich sackte der Überschuss um 29 Prozent auf gut 1,5 Milliarden Euro ab. Damit schnitt die Allianz aber immer noch besser ab als von Analysten im Schnitt erwartet.

Vorstandschef Oliver Bäte sprach von robusten Ergebnissen und zeigte sich zuversichtlich, dass die Allianz „auch in der zweiten Jahreshälfte 2020 stabile Geschäftsergebnisse sehen“ werde. Eine neue Gewinnprognose für das laufende Jahr wagte er jedoch nicht. Der Vorstand hatte sein ursprüngliches Gewinnziel wegen der Corona-Krise Ende April zurückgezogen.

Patrick Reichelt

Krankenhausgesellschaft: Kliniken für zweite Corona-Welle gerüstet

05:41
05.08.2020
Die Kliniken in Deutschland sind aus Sicht der Deutschen Krankenhausgesellschaft für eine mögliche zweite Corona-Welle gerüstet. „Die Krankenhäuser sind gut auf eine mögliche zweite Welle vorbereitet“, sagte Hauptgeschäftsführer Georg Baum der „Rheinischen Post“ (Mittwoch). „Wir haben noch immer eine erhöhte Freihaltung bei Intensivplätzen und Isolierzimmern. Auch die Bevorratung mit Schutzausrüstung ist heute besser als zu Beginn des Jahres“, betonte er. Hinzu komme, dass die Krankenhäuser in den vergangenen Monaten viele Erfahrungen gesammelt hätten, die ihnen bei einem starken Wiederanstieg der Infektionszahlen zugute kämen.

Auch Ärztepräsident Klaus Reinhardt zeigte sich zuversichtlich. Das deutsche Gesundheitswesen sei weit von einer Überlastung entfernt, sagte er der Zeitung. „Sollte sich eine mögliche zweite Corona-Welle nicht vollkommen anders entwickeln als die erste, ist die medizinische Versorgung der Bevölkerung in den Kliniken wie auch in den Arztpraxen sichergestellt.“

Patrick Reichelt