Letztes Update:
20200804165059

Maskenpflicht in Amsterdam und Rotterdam: Infektionen verdoppelt

16:16
04.08.2020
Als erste niederländische Städte führen Amsterdam und Rotterdam eine Maskenpflicht ein. An belebten Straßen, auf Plätzen und Märkten muss ab Mittwoch eine Gesichtsmaske getragen werden, teilten die Städte mit. Am Dienstag wurden in der Innenstadt von Amsterdam darunter auch im Rotlichtviertel gelbe Warnschilder aufgestellt. Wer sich nicht an die Auflage hält, dem droht eine Geldbuße von 95 Euro. Auch in überdachten Einkaufszentren und in Geschäften mit viel Kunden muss jeder ab 13 Jahre eine Maske tragen.

Die Städte reagieren damit auf die schnell steigenden Infektionszahlen. Vor allem in der Innenstadt von Amsterdam wird wegen der großen Zahl von Touristen der Sicherheitsabstand von 1,5 Metern oft nicht eingehalten. Landesweit sind Masken bisher nur im öffentlichen Nahverkehr Pflicht.

In der vergangenen Woche waren in den Niederlanden fast 2600 Neu-Infektionen gemeldet worden, das ist fast doppelt soviel wie in der Vorwoche. Das nationale Institut für Gesundheit und Umwelt sprach von einer „besorgniserregenden Entwicklung.“ Das Corona-Virus verbreitet sich den Angaben zufolge vor allem in Amsterdam und Rotterdam schnell. Ein Viertel der Neuinfizierten ist zwischen 20 und 29 Jahre alt.

In der vergangenen Woche waren sechs Patienten an Covid-19 gestorben. Insgesamt wurden bislang rund 6000 Todesopfer registriert. Die tatsächliche Zahl wird weit höher geschätzt, da nicht alle Gestorbenen auch getestet worden waren.

Jan-Felix Jasch

Bayerns Innenminister: Corona-Verstöße auf Demos konsequent bestrafen

16:09
04.08.2020
Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) will Verstöße gegen Anti-Corona-Auflagen auf Demonstrationen konsequent ahnden - und erwägt dabei auch härtere Strafen. Es gelte die Versammlungsfreiheit - das bedeute aber nicht, dass sich Teilnehmer über Infektionsschutzmaßnahmen hinwegsetzen dürften, sagte Herrmann am Dienstag in München.

Im Bayerischen Rundfunk hatte Herrmann zuvor gesagt: „Es wird ohnehin zurzeit diskutiert, inwieweit wir in bestimmten Bereichen die Bußgelder noch weiter erhöhen müssen, um einen noch stärker abschreckenden Effekt zu erzielen.“ Dabei gehe es beispielsweise auch um Verstöße gegen Quarantäne-Vorschriften oder die Pflicht, sich nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet testen zu lassen. Es gehe dabei um den Schutz der Gesundheit anderer Menschen.

Patrick Reichelt

Dithmarschen jetzt weit vom Corona-Grenzwert entfernt

15:29
04.08.2020
Die Corona-Infektionslage im Kreis Dithmarschen hat sich entspannt. Wie die Kreisverwaltung am Dienstag mitteilte, kamen von Montag auf Dienstag keine weiteren Fälle dazu. In den vergangenen sieben Tagen seien es 19 Neuinfektionen gewesen. Der Grenzwert für die Einleitung schärferer Maßnahmen - 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen - beträgt für Dithmarschen rechnerisch 66,5. Zwischenzeitlich waren es mehr als 40 Fälle innerhalb des genannten Zeitraums. Nach einem deutlichen Anstieg in der vergangenen Woche gelten in der Kreisstadt Heide seit Freitag strengere Schutzmaßnahmen. Sie laufen nach bisherigem Stand an diesem Freitag aus.

Jan-Felix Jasch