Letztes Update:
20200803195700

Weiteres Mitglied der Regierung Bolsonaro mit Corona infiziert

17:42
03.08.2020
In Brasilien hat sich nach Präsident Jair Bolsonaro und verschiedenen Ministern auch General Walter Braga Netto, als „Chefe da Casa Civil“ vergleichbar mit dem Kanzleramtschef, mit dem Coronavirus infiziert. Braga Netto habe die Bestätigung bekommen, dass ein Test auf Covid-19 positiv ausgefallen sei, berichtete die Nachrichtenagentur „Agência Brasil“ am Montag unter Berufung auf seine Pressestelle. Er werde bis zu weiteren Tests in Isolation bleiben und seine Termine aus der Quarantäne wahrnehmen.

In den vergangenen Wochen hatten sich nach eigenen Angaben unter anderem Sozialminister Onyx Lorenzoni, Bildungsminister Milton Ribeiro und Wissenschaftsminister Marcos Pontes infiziert.

Auch Staatschef Bolsonaro war nach eigener Aussage positiv getestet worden - ebenso wie Präsidentengattin Michelle. Der rechtspopulistische Staatschef hatte das Coronavirus mehrfach als „leichte Grippe“ abgetan. Aus seiner eigenen Corona-Infektion hat er offensichtlich nichts gelernt. Nach seiner Genesung reiste Bolsonaro durch das Land, schüttelte Hände und löste Menschenansammlungen aus.

Jan-Felix Jasch

Hurtigruten stoppt nach Corona-Ausbruch alle Expeditionskreuzfahrten

16:24
03.08.2020
Nach dem Coronavirus-Ausbruch auf ihrem Kreuzfahrtschiff „Roald Amundsen“ bietet die norwegische Reederei Hurtigruten vorerst keine Reisen mit ihren drei Expeditionsschiffen mehr an. Sowohl in Norwegen als auch außerhalb norwegischer Gewässer werden bis auf Weiteres alle Kreuzfahrten mit der „Roald Amundsen“ sowie den Schiffen „Fridtjof Nansen“ und „Spitsbergen“ gestoppt, wie Hurtigruten am Montag mitteilte. Zuvor waren 36 Besatzungsmitglieder - darunter ein deutscher Staatsbürger - sowie mittlerweile auch mindestens fünf Passagiere des Schiffes positiv auf das Coronavirus getestet worden.

Hurtigruten arbeite eng mit der Gesundheitsbehörde FHI, der Gemeinde Tromsø und anderen zusammen, um die Situation bestmöglich zu handhaben, erklärte Konzernchef Daniel Skjeldam. Ersten Bewertungen zufolge seien beim internen Vorgehen Mängel aufgetreten, die man nun analysiere. „Das ist eine ernste Situation für alle Beteiligten. Wir waren nicht gut genug und haben Fehler gemacht“, so Skjeldam.

Ob Hurtigruten damit gegen die rechtlichen Bestimmungen zur Bekämpfung der Coronavirus-Verbreitung verstoßen hat, sollen nun polizeiliche Ermittlungen zeigen. Zentral bei dieser Untersuchung werde sein, ob das Unternehmen oder die Verantwortlichen an Bord Maßnahmen hätten ergreifen sollen, um weitere Infektionen beim Einlaufen des Schiffes in den Hafen von Tromsø zu verhindern, teilte die zuständige Polizei nach Angaben der Nachrichtenagentur NTB mit.

Jan-Felix Jasch