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Familiennachzug bricht in Corona-Krise drastisch ein

17:34
01.08.2020
Der Nachzug von Familienangehörigen aus dem Ausland ist in der Corona-Krise beinahe zum Erliegen gekommen. Zwischen März und Juni vergaben deutsche Auslandsvertretungen gerade einmal 2753 Visa zum Familiennachzug, wie das Auswärtige Amt auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur in Berlin mitteilte. Zum Vergleich: 2016 bis 2019 wurden pro Jahr stets mehr als 100.000 Einreisegenehmigungen zum Familiennachzug erteilt.

„Aufgrund von Reisebeschränkungen, Flugverboten und pandemiebedingten Einschränkungen des öffentlichen Lebens in den Herkunftsländern können die Pass- und Visastellen an vielen deutschen Auslandsvertretungen seit dem Ausbruch der Covid-19-Pandemie nur eingeschränkt oder im Notbetrieb arbeiten“, hieß es zur Erklärung aus dem Auswärtigen Amt.

Deutsche Staatsbürger oder Bürger von Nicht-EU-Staaten, die eine Aufenthalts- oder Niederlassungserlaubnis haben, können grundsätzlich Angehörige zu sich nach Deutschland holen. Das gilt für den Ehepartner oder eingetragenen Lebenspartner und gemeinsame minderjährige Kinder. Minderjährige können ihre Eltern nach Deutschland nachholen. Für in Deutschland lebende EU-Bürgerinnen und Bürger sind die Regelungen großzügiger.

Rio erlaubt in Corina-Krise wieder Baden im Meer

16:54
01.08.2020
Inmitten der Corona-Krise hat Brasiliens Metropole Rio de Janeiro seine berühmten Strände wieder zum Baden im Meer geöffnet. Dies berichtete das Portal „G1“ unter Berufung auf die Stadtverwaltung in der Nacht von Freitag auf Samstag. Die Erlaubnis, die Teil der fünften Phase der Öffnung der Stadt am Zuckerhut ist, gilt demnach von Samstag an. Auch mobile Verkäufer sollen tagsüber arbeiten und Bars bis nach Mitternacht geöffnet haben dürfen.

Ein Verbleib am Strand wie beim Sonnen bleibt vorerst allerdings verboten. Damit sollen allzu große Menschenansammlungen vermieden werden. Ein großer Teil des Lebens in Rio spielt sich im Freien ab. Vor allem am Wochenende ist es schwer, die „Cariocas“, wie die Bewohner Rios heißen, dazu zu bewegen, zu Hause zu bleiben. Dann füllen sich für gewöhnlich Strände und Bars.

Brasilien durchbrach am Donnerstag die Marke von insgesamt 90.000 Corona-Toten und ist nach den USA am meisten vom Virus betroffen. Nach Daten der Regierung des Bundesstaates Rio de Janeiro verzeichnete die Stadt Rio bis Freitag 71.322 Infizierte, 8310 Patienten sind gestorben. Die Corona-Zahlen waren in den vergangenen Wochen zwar abgeflaut. Aber Experten wie die des Forschungsinstituts Fiocruz warnen, dass eine neue Welle entstehen könnte.

RKI meldet 955 neue Corona-Fälle in Deutschland innerhalb eines Tages

14:40
01.08.2020
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 955 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Damit bleiben die täglichen Fallzahlen weiterhin auf einem hohen Niveau. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich somit mindestens 209 653 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Samstagmorgen im Internet meldete (Datenstand 1.8., 0.00 Uhr).
Am Freitag hatte die Zahl der täglich registrierten Neuinfektionen bei 870 gelegen. Aufgrund der steigenden Fallzahlen fürchtet das RKI eine Trendumkehr in Deutschland. Grund dafür sei Nachlässigkeit bei der Einhaltung der Verhaltensregeln.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag nach RKI-Angaben bei 9148 - das waren sieben mehr als am Vortag. Bis Samstagmorgen hatten 192 700 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden. Damit wären rechnerisch derzeit etwa 7800 Menschen in Deutschland mit dem Coronavirus infiziert.