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20200801175349

Polen: So viele neue Corona-Fälle wie noch nie

14:12
01.08.2020
Polen hat so viele neue Corona-Fälle registriert wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Am Samstag verzeichneten die Behörden nach eigenen Angaben 658 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden. Seit drei Tagen registriert das EU-Land täglich neue Rekordwerte. Die Regierung in Warschau erwägt deshalb schärfere Maßnahmen gegen eine weitere Ausbreitung des Virus.  In Polen haben sich nach offiziellen Angaben bislang 46 346 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 1721 Menschen starben demnach mit dem Virus.

Lehrerverband sieht Schulstart im Nordosten mit gemischten Gefühlen

13:30
01.08.2020
Angesichts steigender Corona-Infektionszahlen sieht die Lehrergewerkschaft VBE dem bundesweit ersten Schulstart nach den Sommerferien in Mecklenburg-Vorpommern an diesem Montag mit gemischten Gefühlen entgegen. „Natürlich haben wir Lehrerinnen und Lehrer auch ein Bauchgrummeln, wenn wir an den Schulstart denken und parallel sehen, dass die Infektionszahlen wieder steigen“, erklärte der Landesvorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE), Michael Blanck, am Samstag. „Und vor allem die Sorglosigkeit, die sich in der Gesellschaft anscheinend immer weiter breit macht, bereitet uns Sorgen.“

Selbst wenn in den Schulen konsequent alle Hygieneregeln eingehalten würden, sei den Lehrkräften schon klar, „dass es nach und auch schon vor der Schule zu einer Vermischung der Gruppen kommen wird, die in den Schulen strikt getrennt werden“. Als Beispiel nannte er die Schulbusse und Haltestellen.

Das neue Schuljahr sei aber in den Schulen unter den gegebenen Umständen bestmöglich vorbereitet worden. „Jetzt gilt es, diesen Start auch mit Zuversicht umzusetzen“, sagte Blanck. Den Schulen sei dabei bewusst, welche Verantwortung sie haben und dass der Schulstart bundesweit genau beobachtet wird.

Ina Schulze

Haseloff: „Zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten“

12:03
01.08.2020
Angesichts der Zunahme der Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff zur Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen aufgerufen. „Einen zweiten Lockdown können wir uns nicht leisten“, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Samstag). „Das würde unsere Wirtschaft kaum verkraften und sich letztendlich auch negativ auf den Sozialstaat und seine Stabilität auswirken.“

Haseloff warnte: „Hilfsmaßnahmen wie im jetzigen finanziellen Rahmen ließen sich wohl nicht wiederholen. Daher benötigen wir jetzt höchste Aufmerksamkeit und auch Einsicht in dringend gebotene Maßnahmen wie die Maskenpflicht.“ Beim Aufflammen neuer Infektionsherde müsse „schnell, niederschwellig und differenziert auf lokaler Ebene“ reagiert werden.

Er sehe die steigende Anzahl der Infektionen mit großer Sorge. „Wir dürfen bei der Einhaltung der Maßnahmen gegen das Virus nicht nachlässig werden. Nur dann können wir gemeinsam eine 2. Welle verhindern.“