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20200731055158

Tausende Studenten verschulden sich in Corona-Krise

05:20
31.07.2020
In der Corona-Krise verschulden sich Tausende Studenten und beantragen staatliche Hilfskredite. Das geht aus einem Schreiben des Bundesbildungsministeriums an den Bildungsausschuss des Bundestages hervor, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Demnach wurden im Mai, Juni und Juli mehr als 22 000 Anträge auf einen Studienkredit bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Gesamtvolumen von 641,6 Millionen Euro gestellt. Seit Mai müssen für den KfW-Studienkredit, den es auch schon vor der Krise gab, keine Zinsen gezahlt werden. Das ist als Corona-Hilfsmaßnahme gedacht und gilt bis März 2021. Im Vergleich zum April habe es im Mai eine deutliche Steigerung bei der Beantragung des Kredits gegeben, schreibt das Ministerium.

„Diese bedenkliche Schuldenlast werden viele bis zum Ende des Studiums – und darüber hinaus – nicht los“, warnte der hochschulpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion Kai Gehring. Bildungsministerin Anja Karliczek (CDU) schicke Zehntausende Studierende sehenden Auges in die Pleite oder den Studienabbruch.

Max Seidenfaden

Weitere Absagen und Verschiebungen in der Major League Baseball

05:07
31.07.2020
Infolge der Coronavirus-Fälle in der MLB kommt es zu weiteren Absagen und Verschiebungen im Spielplan. Die Serie der Toronto Blue Jays gegen die Philadelphia Phillies findet nicht wie geplant an diesem Wochenende statt. Das teilte die Liga am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die Phillies haben zuletzt gegen die Miami Marlins gespielt. Das Team aus Florida hat inzwischen 17 positiv auf das Virus getestete Spieler sowie zwei infizierte Betreuer. Spieler der Phillies sind seither nicht positiv getestet worden, im Umfeld der Mannschaft gibt es aber zwei infizierte Personen. Das Stadion wurde am Donnerstag deswegen bis auf Weiteres geschlossen.

Max Seidenfaden

Amtsärzte: Gesundheitsämter für zweite Welle zu knapp besetzt

04:26
31.07.2020
Die Amtsärzte sehen die Gesundheitsämter in Deutschland nicht für eine zweite Corona-Welle gerüstet. „Für eine zweite Pandemie-Welle sind die Gesundheitsämter viel zu knapp besetzt“, sagte die Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes, Ute Teichert, den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). „Mit den steigenden Infektionszahlen rollt ein riesiges Problem auf uns zu.“

Die Gesundheitsämter könnten nicht warten, bis die geplanten Maßnahmen der Bundesregierung zur Stärkung des öffentlichen Gesundheitsdienstes in Kraft träten. „Wir brauchen eine kurzfristige Lösung. Wir müssen wissen, wo die Gesundheitsämter im Notfall Verstärkung bekommen.“ Konkret sprach sie sich für ein bundesweites Freiwilligen-Register aus - eine Art Jobbörse, die im Ernstfall Mitarbeiter vermittele, die bereits geschult seien.

Max Seidenfaden

Seehofer: EU soll Einreiseregeln für unverheiratete Paare lockern

04:12
31.07.2020
Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich bei der EU-Kommission für Lockerungen von coronabedingten Einreiseverboten für unverheiratete Paare einsetzen. „Ich bin dafür und setze mich dafür ein, dass wir die Einreiseverbote für unverheiratete Paare zeitnah lockern“, sagte der CSU-Politiker der „Passauer Neuen Presse“ (Freitag). „Aber das sollte europaweit geschehen und dafür ist in erster Linie die Europäische Kommission zuständig.“ Man solle das in den nächsten Wochen auf europäischer Ebene lösen, damit die Mitgliedstaaten es nicht national regeln müssten.

Viele unverheiratete Paare aus unterschiedlichen Staaten können sich wegen der Corona-Beschränkungen seit Monaten nicht sehen. Auch die SPD-Bundestagsfraktion hatte sich deshalb in dieser Woche an Seehofer gewandt.

Max Seidenfaden