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Deutsche Bahn erwartet Rekordverlust

10:29
30.07.2020
Die Deutsche Bahn rechnet 2020 im laufenden Geschäft mit einem Rekordverlust. Zum Jahresende erwarte man ein Minus von bis zu 3,5 Milliarden Euro vor Zinsen und Steuern (Ebit), kündigte das Bundesunternehmen am Donnerstag an. Der Umsatz könne auf bis zu 38,5 Milliarden Euro absacken. 2019 hatte er noch 44,4 Milliarden Euro betragen. Die Prognose sei aber mit hoher Unsicherheit behaftet, hieß es.

„Das Virus hat unseren erfolgreichen Wachstumskurs jäh ausgebremst und die DB in die schlimmste finanzielle Krise seit ihrem Bestehen gestürzt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Richard Lutz.

Im ersten Halbjahr sank der Konzernumsatz verglichen mit dem Vorjahreszeitraum um knapp zwölf Prozent auf 19,4 Milliarden Euro. Der operative Verlust (Ebit) betrug 1,8 Milliarden Euro. Der Konzern führte das vor allem auf die Folgen der Corona-Pandemie zurück.

Hinzu kommt eine Sonderabschreibung auf die Auslandstochter Arriva in Höhe von 1,4 Milliarden Euro. Sie beruht neben den Folgen der Pandemie etwa in Spanien und Italien auch auf dem EU-Austritt Großbritanniens und Problemen auf dem britischen Markt. Unterm Strich führte das im ersten Halbjahr zu einem Verlust von 3,7 Milliarden Euro, wie schon am Dienstag bekannt geworden war.

Max Seidenfaden

Falsche Corona-Erklärungen: Drei Australierinnen droht Haftstrafe

10:06
30.07.2020
 Drei Frauen aus dem australischen Brisbane droht wegen der Einschleppung des Coronavirus nach Queensland und der mutmaßlichen Fälschung ihrer Grenzerklärungen eine mehrjährige Gefängnisstrafe. Das Trio im Alter zwischen 19 und 21 Jahren sei zuvor in den Corona-Hotspot Melbourne in Victoria gereist und habe sich dort mit dem Virus angesteckt - bei der Heimreise aber falsche Angaben gemacht, um eine Quarantäne zu umgehen, berichteten australische Medien am Donnerstag.

Die Behörden versuchten nun genau herauszufinden, wo die jungen Frauen sich aufgehalten haben und mit wem sie in Kontakt waren. Es werde angenommen, dass sie in Melbourne an einer Party mit 20 bis 30 Gästen teilgenommen hätten, die später von der Polizei beendet wurde. In Melbourne herrscht wegen stark gestiegener Corona-Infektionszahlen seit mehr als drei Wochen ein strikter Lockdown.

Auf den Vorwurf des Betrugs stünden in Australien bis zu fünf Jahren Haft, schrieb die Zeitung „The Australian“. Zudem könnten die Frauen wegen Verstoßes gegen das Gesetz für die öffentliche Gesundheit zu Bußgeldern in Höhe von rund 13 300 australischen Dollar (8000 Euro) verurteilt werden. Eine Polizeisprecherin bezeichnete das Verhalten der Frauen als „betrügerisch und kriminell“ und betonte: „Wir werden dieses Verhalten, das Menschen in Gefahr bringt, an unseren Grenzen nicht dulden.“ Der Fall hat in Australien für viel Aufsehen gesorgt.

Max Seidenfaden

31 neue Corona-Fälle in Hamburg

09:30
30.07.2020
 In Hamburg geht die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen weiter deutlich nach oben. 31 neue Fälle wurden seit Mittwoch registriert, wie die Stadt am Donnerstag mitteilte. Insgesamt wurden damit seit Beginn der Pandemie 5385 Menschen in Hamburg positiv auf das Virus getestet. Rund 5000 davon können nach Schätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen aber als genesen angesehen werden.

In den zurückliegenden sieben Tagen gab es nach Angaben der Behörde insgesamt 112 Neuinfektionen. Das sind 6,2 pro 100 000 Einwohner. Das Infektionsgeschehen in der Stadt liegt damit nach wie vor weit unter dem Grenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche, ab dem der Senat über erneute Einschränkungen zur Eindämmung der Pandemie beraten müsste.

In den Krankenhäusern der Stadt wurden den Angaben zufolge mit Stand Mittwoch 22 Menschen mit dem Coronavirus behandelt, sieben von ihnen auf Intensivstationen - jeweils einer mehr als am Vortag.

Max Seidenfaden