Letztes Update:
20200730093008

Corona lässt Stromverbrauch sinken - Ökoenergie legt zu

09:04
30.07.2020
Die Corona-Krise hat den Stromverbrauch in Deutschland kräftig sinken lassen. Im ersten Halbjahr 2020 wurden 272 Milliarden Kilowattstunden Strom verbraucht, gut 16 Milliarden Kilowattstunden weniger als im gleichen Zeitraum des vergangenen Jahres, wie aus vorläufigen Berechnungen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hervorgeht. Das ist ein Rückgang um 5,7 Prozent.

Der Rückgang sei vor allem eine Folge der schwachen Wirtschaftslage und dem damit verbundenen geringeren Strombedarf der Industrie, heißt es in der BDEW-Analyse. In der Autoindustrie und anderen Wirtschaftszweigen standen im Frühjahr wochenlang Fabriken still.

Da gleichzeitig Windräder und Solaranlagen besonders viel Strom erzeugten, hätten die erneuerbaren Energien mit 50,2 Prozent erstmals mehr als die Hälfte des Bruttostromverbrauchs in Deutschland gedeckt. Das entspreche einem Anstieg um sechs Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Anteil der Erneuerbaren an der Bruttostromerzeugung, die auch die exportierten Strommengen umfasst, betrug laut BDEW im ersten Halbjahr 2020 rund 48,7 Prozent.

Max Seidenfaden

Gewerkschaft: Bahn braucht Plan für zweite Corona-Welle

08:07
30.07.2020
Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) fordert von der Deutschen Bahn, sich besser auf eine mögliche zweite Corona-Infektionswelle vorzubereiten. „Die ist dort noch nicht eingepreist“, sagte der stellvertretende Gewerkschaftsvorsitzende, Klaus-Dieter Hommel, der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Er verlangte einen Plan dafür, wie der bundeseigene Konzern in einem solchen Fall reagieren wolle.

Das Robert-Koch-Institut hatte am Dienstag angesichts wieder steigender Zahlen bei den Neuinfektionen vor einer Trendumkehr in Deutschland gewarnt. Die neueste Entwicklung bereite „große Sorgen“.

Die Bahn hatte während der Corona-Krise einen Großteil der Züge weiter fahren lassen, obwohl die Fahrgastzahlen drastisch eingebrochen waren. Hommel betonte, dass die Aufrechterhaltung großer Teile des Betriebs nicht der Grund für die hohen Verluste seien, die die Bahn im ersten Halbjahr eingefahren habe. Im Fernverkehr gebe es hohe Fixkosten, die unabhängig davon anfielen, ob ein Zug fahre oder nicht.

An diesem Donnerstag will der bundeseigene Konzern die vollständige Halbjahresbilanz vorlegen. Auch aufgrund der Krise hat die Bahn in den ersten sechs Monaten einen Verlust von 3,7 Milliarden Euro eingefahren.

Die Gewerkschaft forderte das Unternehmen dazu auf, „Geschäftsmodelle zu entwickeln, die auch unter dauerhaft veränderten Bedingungen Mobilität auf der Schiene und im Bus gewährleisten“.

Max Seidenfaden

Tennis-Weltranglisten-Erste Barty verzichtet auf US Open

07:34
30.07.2020
Die Tennis-Weltranglisten-Erste Ashleigh Barty wird nicht bei den US Open in New York antreten. Wie die Australierin am Donnerstag in einer Mitteilung an die Nachrichtenagentur AAP erklärte, wird sie auch auf das zuvor stattfindende Turnier verzichten, das aus Cincinnati nach New York verlegt worden ist. Als Grund für ihre Entscheidung gab Barty ihre Bedenken an, angesichts der andauernden Coronavirus-Pandemie zu reisen.

Die Entscheidung habe sie gemeinsam mit ihrem Team getroffen. „Ich liebe beide Turniere, deswegen war es eine schwierige Entscheidung. Aber es gibt immer noch erhebliche Risiken wegen Covid-19“, sagte Barty. Sie fühle sich unwohl, sich selbst und ihr Team dem auszusetzen. Eine Entscheidung über die Teilnahme an den French Open und den Sandplatzturnieren in Europa kündigte sie für die kommenden Wochen an.

Max Seidenfaden