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684 registrierte Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland

10:02
29.07.2020
Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) 684 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Seit Beginn der Corona-Krise haben sich mindestens 206 926 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert, wie das RKI am Mittwochmorgen meldete (Datenstand 29.7., 0.00 Uhr).

In Deutschland starben nach den RKI-Angaben bislang 9128 mit dem Virus infizierte Menschen - seit dem Vortag kamen somit sechs neue Todesfälle hinzu. Bis Mittwochmorgen hatten 191.300 Menschen die Infektion nach RKI-Schätzungen überstanden.

Die Reproduktionszahl, kurz R-Wert, lag nach RKI-Schätzungen mit Datenstand 28.7., 0.00 Uhr, in Deutschland bei 1,25 (Vortag: 1,28). Das bedeutet, dass ein Infizierter im Mittel etwas mehr als einen weiteren Menschen ansteckt. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen etwa eineinhalb Wochen zuvor ab.

Zudem gibt das RKI ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Es bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert mit Datenstand 28.7., 0.00 Uhr, bei 1,12 (Vortag: 1,10). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

Vanessa Ranft

Ringen um ein weiteres billionenschweres US-Corona-Hilfspaket

09:27
29.07.2020
Der Streit um ein neues Corona-Hilfspaket in den USA geht kurz vor dem Auslaufen einer wichtigen Frist weiter. Demokraten und Republikaner im US-Kongress ringen derzeit um ein billionenschweres Paket, eine Einigung war zunächst nicht in Sicht. Am Dienstag (Ortszeit) kritisierten Demokraten einen zuvor von den Republikanern vorgelegten Vorschlag für ein neues Hilfspaket mit einem Gesamtumfang von rund einer Billion US-Dollar (860 Milliarden Euro).

Besonders umstritten sind dabei die Hilfen für Arbeitslose, die im Frühjahr im Zuge der Corona-Krise eingeführt worden waren. Die damals vereinbarte Wochenpauschale des Bundes für Arbeitssuchende in Höhe von 600 Dollar läuft am Freitag aus.

Der Vorschlag der Republikaner sieht unter anderem eine Kürzung der wöchentlichen Arbeitslosenhilfe des Bundes und stattdessen eine Lohnersatzzahlungen in Höhe von 70 Prozent vor. Die Demokraten fordern ein Hilfspaket im Umfang von drei Billionen US-Dollar, zu der auch eine Fortsetzung der wöchentlichen Arbeitslosenhilfe gehört.

Die Anführer der Demokraten in Repräsentantenhaus und Senat, Nancy Pelosi und Chuck Schumer, kritisierten den Vorschlag der Republikaner. „Amerikaner müssen Essen kaufen und Miete zahlen. Republikaner sollten sich nicht über 600 Dollar für Arbeitslosenhilfe streiten“, schrieb Pelosi auf Twitter. Schumer nannte in einem Gespräch mit dem Sender CBS den Vorschlag der Republikaner „geizig“. Er sei auf Unternehmen ausgerichtet statt sich nach den Bedürfnissen der Menschen zu richten. Weitere Streitthemen sind ein Kündigungsschutz für Mieter, zusätzliche Mittel für Bundesstaaten und Gemeinden sowie Steuererleichterungen für Unternehmen.

Vanessa Ranft

Osram leidet unter Corona-Krise und schreibt tiefrote Zahlen

09:01
29.07.2020
Der angeschlagene Lichtkonzern Osram hat die anhaltende Schwäche der Automärkte und die Folgen der Coronavirus-Pandemie im dritten Geschäftsquartal wie erwartet deutlich zu spüren bekommen. Unter dem Strich stand ein Fehlbetrag von 140 Millionen Euro, wie der Konzern am Mittwoch in München mitteilte. Auch im Vorjahreszeitraum hatte der Leuchtenhersteller bereits einen Verlust von 35 Millionen eingefahren.

Der Konzern hatte kürzlich schon vor einem Umsatzeinbruch im dritten Jahresviertel gewarnt. Die Erlöse knickten nach den aktuellen Zahlen auf vergleichbarer Basis um knapp 29 Prozent auf 606 Millionen Euro ein, während das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) bei minus 27 Millionen Euro lag. Ein Jahr zuvor hatten die Münchener noch ein operatives Plus von 58 Millionen Euro eingefahren.

Im laufenden Schlussquartal rechnet Osram weiterhin mit konjunkturellen Auswirkungen durch die Corona-Krise. Der Vorstand sieht sich ungeachtet dessen aber auf einem guten Weg, die im Juni angepasste Jahresprognose zu erfüllen. Anfang Juli hatte der österreichische Sensorspezialist AMS die Mehrheitsübernahme von Osram vollzogen, nachdem zuvor die EU-Wettbewerbshüter den Deal ohne Auflagen gebilligt hatten.

Vanessa Ranft