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Unternehmen rechnen in Corona-Krise mit 20 Prozent weniger Azubis

15:30
28.07.2020
Die Unternehmen in Niedersachsen rechnen im Zuge der Corona-Krise in diesem Jahr mit mehr als 20 Prozent weniger Auszubildenden als im Vorjahr. Angesichts der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren in Niedersachsen hatten die Betriebe ohnehin schon mit knapp 14 Prozent weniger Ausbildungsplätzen geplant, teilte die Niedersächsische Industrie- und Handelskammer (IHKN) am Dienstag in Hannover mit. Eine Umfrage unter Ausbildungsbetrieben ergab nun, dass angesichts der Pandemie nun rund 23 Prozent weniger Lehrstellen vorgesehen sind. Trotzdem gebe es weiterhin mehr freie Plätze als unvermittelte Bewerber. Auch kurzfristig seien angesichts der Lage noch Ausbildungsplätze frei.

Ungeachtet der Corona-Krise bleibt die Übernahmeperspektive für Auszubildende gut, wie die IHKN-Umfrage ergab. 60 Prozent der Betriebe und damit ähnlich viel wie in den Vorjahren wollen ihren Nachwuchs nach Abschluss der Ausbildung übernehmen. Besonders die Banken- und Versicherungsbranche (80 Prozent) und die IT-Branche (70 Prozent) sichere sich die Fachkräfte von morgen durch die Übernahme in den eigenen Betrieb. Trotz erheblicher wirtschaftlicher Probleme wurde nur sehr wenigen Azubis gekündigt. Von den knapp 2000 Unternehmen, die sich an der Umfrage beteiligten, gaben nur 0,3 Prozent an, dass sie ihrem Auszubildenden kündigen mussten. Ein Prozent der bereits geschlossenen Ausbildungsverträge wurde aufgelöst.

Patrick Reichelt

Alkoholverkaufsverbote an Hamburger Partyhotspots kommen

15:03
28.07.2020
Angesichts fortgesetzter Verletzungen der Corona-Regeln durch Tausende Feierlustige in den Hamburger Ausgehvierteln auf St. Pauli und in der Schanze macht die Stadt ernst. Der Senat ebnete am Dienstag den Weg für die bereits angekündigte Einschränkung des Alkoholverkaufs. Schon fürs kommende Wochenende wollen die Bezirksämter Außer-Haus-Verkaufsverbote auf St. Pauli, im Schanzenviertel und in Ottensen aussprechen. Unterdessen soll noch in dieser Woche am Flughafen ein Testzentrum für Reiserückkehrer in Betrieb gehen. Und in den Schulen steht nach Ferienende kommende Woche wieder gemeinsames Lernen für Alle an.

Trotz eindringlicher Appelle, die Corona-Regeln einzuhalten, habe es an den Party-Hotspots immer wieder Verstöße gegeben, vor allem „in der Schanze und auch auf dem Kiez - schwerpunktmäßig am Wochenende und dann immer auch bei gutem Wetter“, sagte die für die Bezirke zuständige Wissenschaftssenatorin und Zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank (Grüne). Und immer wieder war auch Alkohol im Spiel.

Patrick Reichelt

Corona-Tests an Berliner Flughäfen sollen am Mittwoch starten

14:22
28.07.2020
An den Berliner Flughäfen sollen sich Reiserückkehrer aus sogenannten Risikogebieten von diesem Mittwoch an auf das Coronavirus testen lassen können. Dafür laufen alle Vorbereitungen, wie ein Sprecher der Senatskanzlei am Dienstag sagte. Die Tests in den Terminalgebäuden der Flughäfen Tegel und Schönefeld sollen für die Reisenden kostenlos sein. Derzeit sind sie noch freiwillig. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat angekündigt, dass sie verpflichtend werden sollen. 

Gerald Weßel

Lehrerverband warnt vor "Durcheinander" im neuen Schuljahr

13:58
28.07.2020
Kurz vor dem Ende der Sommerferien in einigen Bundesländern bleibt die Skepsis groß, ob es mitten in der Corona-Pandemie mit der geplanten Rückkehr in den Regelbetrieb an den Schulen klappt. Nach Ansicht des Deutschen Lehrerverbandes sind die Schulen dafür nicht ausreichend vorbereitet. Er befürchte ein «großes Durcheinander», sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. Der Bundeselternrat rechnet wegen Corona mit erneuten Schulschließungen und geht davon aus, dass das Schuljahr «keineswegs planmäßig verläuft», wie der Vorsitzende Stephan Wassmuth sagte.

Gerald Weßel